Aromatherapie

Die Aromatherapie basiert auf ätherischen Ölen. Diese sind Öle, die in Pflanzen oder Pflanzenteile natürlich enthalten sind und durch ein bestimmtes Verfahren gewonnen werden und leicht verdampfen. Sie haben einen starken, durch die Herkunftspflanze charakteristischen Geruch. Die Wirkungsweise ist bei jedem Menschen unterschiedlich, jedoch ist die Aromatherapie selbstregulierend, sanft und oft nur von geringen Nebenwirkungen. Ätherische Öle wirken über den Geruchssinn und über die Aufnahme durch Inhalationen oder Bäder. Sie entfalten ihre Wirkung auf der physischen und psychischen Ebene.

Anwendung der ätherischen Öle

Ätherische Öle können in einer Duftlampe, in Hautölen, wie z.B. in Mandel oder Jojobaöl gemischt und auf die Haut aufgetragen, im Badewasser oder als Inhalationen in Heißwasser-Dampf angewendet werden. Wichtig ist bei der Anwendung auf der Haut, dass die ätherischen Öle mit einem Basisöl verdünnt werden. Eine 2%ige Lösung ist hier ideal. Das Mischungsverhältnis ist 5-6 Tropfen ätherisches Öl in 10 ml Basisöl. Basisöle können sein: Sonnenblumenöl, Sesamöl, Mandelöl oder Jojobaöl.

Anwendungsbeispiele:

Äußerliche Anwendung

Hierzu werden 5-6 Tropfen des ätherischen Öls in 10 ml Basisöl gemischt. Davon trägt man etwas von dieser Mischung auf die betroffenen Stellen auf und massiert sanft das Öl ein.

Hals, Nacken, Schläfen, zur Behandlung von Kopfschmerzen, Entzündungen im Kopf – und Halsbereich:

  • Pfefferminze
  • Melisse

Brustkorb: zur Einwirkung auf Bronchien und Lungen:

  • Eukalyptus
  • Myrte

Solarplexus: zur Einwirkung auf innerer Organe (Magen, Darm, Bauchspeicheldrüse, Gallenblase), als Einreibung oder über die Raumluft als Dampf (Duftlampe)

  • Verdauungsanregende Öle, Rosmarin (Achtung: Rosmarin nicht während der Schwangerschaft und bei Bluthochdruck anwenden!)
  • Krampflösende Öle, Kamille

Wirbelsäule: zur Einwirkung auf das zentrale Nervensystem (entspannend), als Einreibung oder über die Raumluft als Dampf (Duftlampe)

  • Lavendel
  • Muskatellersalbei
  • Zitrusöle, Bergamotte, Mandarine  (Achtung: bei der Verwendung bei Bergamotte kann es mit der Sonne zu allergischen Reaktionen kommen.)

Inhalationen

Inhalationen sind eine der natürlichsten Formen der Aufnahme von ätherischen Ölen. Vor allem bei Atemwegsbeschwerden ist der Einsatz von ätherischen Ölen sinnvoll. Hierbei ist zu beachten, dass ketonhaltige (z.B. Thuja, Beifuß), phenolhaltige und aldehydhaltiger Öle (z.B. Melisse, Eukalyptus, Lemongras, Citronella) in einer max. 5% igen Konzentration verwendet werden!

Am besten eignet sich eine Heißwasser-Dampf-Inhalation. 3-5 Tropfen auf 500 -1000 ml 50°C heißem Wasser. Das Wasser in eine Schüssel geben und mit einem Handtuch abgedeckt inhalieren.

Duftlampe

Hier erfolgt die Mischung einiger Tropfen (3-5) ätherischer Öle mit Wasser, die mit einem Teelicht verdampft werden.

Bei der Auswahl der ätherischen Öle ist auf höchste Qualität zu achten. Es gibt einige Hersteller, die Pflanzen ausschließlich aus konventionell biologischen Anbau verwenden. Eine Auswahl ätherischer Öle, die diese Kriterien erfüllen finden Sie in der Apotheke oder Reformhaus.

Ihre Rosen Apotheke

 

Quellen: Apothekerwissen, Buch Praxis der neuen Aromatherapie, Rezepte und Anwendungen; Kurt Schnaubelt

 

 

Partner: Rosen Apotheke
18. September 2017

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