Sommersonne

Endlich ist Frühling und damit die lange Zeit des Winters mitsamt den warmen Pullovern, den dicken Jacken und dem grauen Himmel vorbei. In den Straßencafés stehen Tische und Stühle in der Sonne und die Freibäder öffnen ihre Pforten.

Wir alle sehnen uns nach der wärmenden Sonne auf unserer Haut. Doch die Verunsicherung wird immer größer. Welche Nebenwirkungen hat die Sonne? Und wie kann ich mich schützen? Und was ist mit Vitamin D, von welchem immer häufiger die Rede ist?

Dass Sonnencreme einen Sonnenbrand verhindern kann, ist weithin bekannt. Die Strahlung, die einen Sonnenbrand verursacht, nennt sich UVB-Strahlung. Vor ihr schützt ein Lichtschutzfaktor (LSF) der mit einer Zahl angegeben ist, z.B. 30. Zudem enthalten Sonnencremes heutzutage meist auch einen Schutz vor UVA-Strahlung. Dieser wird nicht in einer Einheit angegeben sondern mit einem Symbol dargestellt. UVA-Strahlung strapaziert die Haut, was zu einer beschleunigten Hautalterung führen kann.

Sonnencremes mit UVA- und UVB-Schutz gibt es in zwei Varianten. In der konventionellen Kosmetik wird ein chemischer Lichtschutz eingesetzt. Jedoch steht dieser schwer in der Kritik, hormonartig auf den Körper einzuwirken. Sonnencremes, die ein Siegel der kontrollierten Naturkosmetik tragen, haben keinen chemischen Lichtschutzfaktor. Hier kommt ein mineralischer Lichtschutzfaktor zum Einsatz. Kleinste Partikel legen sich auf die Haut und reflektieren die Sonnenstrahlen.

Neben dem Sonnenbrand besteht eine weitere Gefahr, die von zu intensiver Sonnenstrahlung ausgeht: der sogenannte Sonnenstich. Hier führen die Infrarotstrahlen dazu, dass bei zu viel Strahlung auf den Kopf die Gehirnhäute (Meningen) gereizt werden. Eine helle Kopfbedeckung ist bei längerem Aufenthalt in der Sonne empfehlenswert und für Kinder absolut notwendig!

Doch was ist mit Vitamin D? Dieses Vitamin ist wichtig für unseren Knochenaufbau und kann auf zwei Arten unserem Körper zur Verfügung gestellt werden. Zum einen nehmen wir Vitamin D mit der Nahrung auf (gute Quellen sind z.B. Avocados, Eier, Fisch) und zum anderen kann der Körper es selbst mit Hilfe des Sonnenlichts produzieren. Dieses ist jedoch nur möglich, wenn auf der Haut keine Sonnencreme aufgetragen ist. Vitamin D gehört zu den fettlöslichen Vitaminen und kann vom Körper über mehrere Monate gespeichert werden.

Hier mag sich nun eine Zwickmühle auftun: Sonnenschutz oder Auffüllung des Vitamin D-Speichers? Wir empfehlen: eine ausgeglichene Balance von beidem. Auch bei leicht bedecktem Himmel kann die Haut die Vitamin D-Vorstufe aufnehmen. Bei praller Sonne, vor allem in der Mittagszeit, sollten Sie sich jedoch schützen.

Und falls bei Ihnen doch mal ein Sonnenstich mit Symptomen wie Übelkeit, Kopfschmerzen und Schwindel einsetzt oder Sie einen stärkeren Sonnenbrand haben – lassen Sie sich unbedingt ärztlich behandeln.

Wir wünschen Ihnen einen schönen und genussvollen Sommer!

 

20. Mai 2018

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