Darmgesundheit

Ein Beitrag unseres Netzwerkpartners Rosen Apotheke

Im Darm sitzt der größte Teil des Immunsystems und hat somit eine Verbindung zum gesamten Immunsystem. Der Darm ist mit Billionen nützlicher Bakterien ausgestattet, die nicht nur für die Nahrungsverwertung verantwortlich sind, sondern auch für den Stoffwechsel, die Bildung von Vitaminen, Enzymen und Nährstoffe, sowie 80% der Immunabwehr. Die Darmflora kann z.B. durch Stress, Medikamente, Erkrankungen und falsche Ernährungsgewohnheiten aus dem Gleichgewicht gebracht werden.

Der Darm ist in die Abschnitte Dünndarm und Dickdarm eingeteilt.

Der Dünndarm sorgt für die weitere Verdauung der Nahrung (die ersten Verdauungsabschnitte sind Mund und Magen) und resorbiert einzelne Nahrungsmittelbestandteile (Glukose, Aminosäuren, Fettsäuren, Vitamine, Wasser und Verdauungssekrete wie die Gallensäure). Der Dünndarm resorbiert ca. 8 Liter Wasser. Ca. 1,5 Liter Wasser aus der Nahrung bzw. getrunkener Flüssigkeit, der Rest gelangt mit den Sekreten aus Verdauungsdrüsen wie z.B. Speicheldrüse, Magen, Gallenblase und Drüsenzellen.

Der Dünndarm schließt sich dem Magenausgang an und erstreckt sich bis zum Beginn des Dickdarmes. Er ist ca. 3 – 5 m lang und hat einen Durchmesser von ca. 2,5 – 4 cm.

Es gibt verschiedene Dünndarmabschnitte:

  1. Zwölffingerdarm
  2. Leerdarm
  3. Krummdarm

Im Dünndarm befinden sich Mikroorganismen wie die Laktobazillen (gute Darmbakterien), die für das Vergären der kohlehydrathaltigen Ballaststoffe zu Milchsäure zuständig sind. Auch verhindern die Laktobazillen ein Wachstum von Fremdkeimen z.B. Clostridien.

Mikrovilli sind fadenförmige Zellfortsätze, die die Resorptionsfläche des Dünndarms auf ca. 200 – 400 m2 vergrößern.

Der Dickdarm resorbiert ca. 1 Liter Wasser und Mineralien (Elektrolyte) und dickt den Darminhalt zu Stuhl ein. Er ist ca. 1,5 – 2 m lang und hat einen größeren Durchmesser als der Dünndarm.

Im Dickdarm befinden sich Bifidobakterien und Enterokokken. Die Bifidobakterien vergären auch Kohlehydrate, vor allem Nahrungsballaststoffe zu kurzkettigen Fettsäuren und haben eine bakterizide Wirkung auf die im Stuhlbrei vorhandenen Keime. Außerdem verstoffwechseln sie die Gallensäure zum Rücktransport zur Leber.

Die Enterokokken sind spezielle Darmbakterien, die u.a. immunstimmulierend wirken.

Im Dickdarm befinden sich zudem spezielle Darmbakterien, die Escherichia coli Stämme. Diese verwerten Eiweiße und vergären Zucker unter Bildung von Säure- und Gasbildung. Außerdem tragen diese zum Training der Darmschleimhaut bei. D.h. konkret, dass Escherichia coli Stämme die Bildung von Immunglobuline/Antikörper begünstigen, die Durchblutung der Darmschleimhaut verbessern, das Andocken krankmachender Keime an der Darmwand verhindern und das Immunsystem aufbauen.

Damit der Darm gut funktioniert kann bedarf es auch ein optimales Zusammenspiel von anderen Organen wie Magen,  Bauchspeicheldrüse und Leber. Auch die Ernährung und etwaige Erkrankungen spielen hier eine große Rolle.

Auch hat eine Darmstörung und/oder eine gestörte Darmflora negative Auswirkungen auf diese Organe.

Störungen

  1. Maldigestion: ist eine Störung der Verdauung (Aufspaltung der Nahrung) verursacht durch Mangel an Verdauungsenzymen, Fehlen von Gallensäure, Magensaft (Magensäure) oder auch Allergien gegen bestimmte Nahrungsmittel.
  2. Malabsorption: ist eine Störung der Aufnahme und Verwertung der verdauten Nahrung.

Mögliche Ursachen einer gestörten Darmflora

  • Chronische Darmerkrankungen
  • Falsche Ernährung (ballaststoffarm und fettreich)
  • Medikamente z.B. Antibiotika, Pantoprazol
  • Stress
  • Zuviel Eiweiß

Mögliche Symptome einer gestörten Darmflora

    • Blähungen
    • Völlegefühl
    • Krämpfe
    • Durchfälle
    • Verstopfungen
    • Infektanfälligkeit
    • Kopfschmerzen
    • Appetitlosigkeit
    • Mangel an fettlöslichen Vitamine (Vitamine A,D,E,K),Eisenmangel
    • Massive Müdigkeit durch Leberbelastung
    • Entzündungsreaktionen
    • Verstärkung von Allergien oder Hauterkrankungen

Behandlungsmöglichkeiten einer gestörten Darmflora

Generell empfiehlt sich, vor der Sanierung des Darms und Aufbau der Darmflora ein Stuhlprofil bei bestimmten Laboren anfertigen zu lassen. Auch eine CRS Stoffwechselmessung gibt Ihnen Auskunft über Dysbalancen im Verdauungstrakt.

CRS Stoffwechselmessung (Cell-Regulation-Screening)

Mit diesem hoch sensiblen Gerät können einfach, schnell und schmerzlos alle wichtigen Stoffwechselwerte ermittelt werden. Die Messung erfolgt über das Auflegen des Handballens auf dem Gerät. Die Messsonde erfasst die Fluoreszenz bestimmter Stoffwechselsubstanzen im Gewebe.

Die Auswertung der Messergebnisse erfolgt sofort und wird in verschiedenen Grafiken am Monitor des Gerätes dargestellt.

Probiotika & Co

Unterschiedliche Hersteller bieten Produkte zur Darmsanierung oder zum Aufbau der Darmflora an.

Zur Unterstützung der Produktion von Verdauungsenzyme ist die Einnahme von Verdauungsenzyme zu empfehlen. Hier unterscheidet man pflanzliche Verdauungsenzyme, die vorrangig aus der Papaya und der Ananas gewonnen werden und jene, die tierischen Ursprungs sind.

Auch zur Beruhigung der Darmschleimhaut ist die Einnahme von bestimmten Mineralstoffen sinnvoll.

Eine ausgewogene Ernährung trägt enorm dazu bei, die Darmfunktion zu normalisieren.

  • Ballaststoffreich (Vollkornprodukte, Obst und Gemüse) und fettarm
  • Reduzierung von raffinierten Zucker und Weißmehlprodukten
  • Nicht zu hohen Mengen von Eiweiß
  • Bei Bedarf kleinere Mahlzeiten

Die Lakto-, Bifidibakterien und Escherichia coli Stämme, sowie die Verdauungsenzyme und Mineralstoffe erhalten sie mit einer ausführlichen Beratung durch Fachpersonal in der Apotheke. Auch gibt Ihnen gerne die Apotheke Auskunft über die verschiedenen Labore für die Stuhluntersuchungen.

Ihre Rosen Apotheke

 

Quelle:

Zeitschrift Bauchgefühl Institut Allergosan 3 Ausgabe 2016

Internet www.novomedic.de

Eigene Unterlagen, pharmazeutisches Wissen

Partner: Rosen Apotheke
5. Januar 2017

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