Weihnachtsstress

 

Man hört es ab Mitte November wieder von allen Seiten: „Ich hab keine Zeit, ich bin total im Weihnachtsstress!“

Weihnachten, die Zeit der Ruhe und Besinnlichkeit – damit scheint es nicht mehr weit her zu sein. Die Häufigkeit, mit der das (Un)wort Weihnachtsstress genutzt wird, zeigt eine recht hohe Durchseuchung der Bevölkerung. Es drängt sich bisweilen sogar der Eindruck auf, dass es einen geheimen Wettbewerb gibt, wer am meisten Weihnachtsstress vorweisen kann.

Doch was ist das eigentlich, dieser Weihnachtsstress? Wenn man Betroffene fragt, bekommt man oft die Antwort, dass am meisten die vielen Termine und Verabredungen stressen, die eigentlich gar nichts mit Weihnachten zu tun haben, aber noch in diesem Jahr erledigt werden müssen. Ebenso setzt die Aneinanderreihung von Vereinsfeierlichkeiten und Festivitäten sonstiger Verbindungen zur Adventszeit unter Druck.

Es ist also oftmals gar nicht das Weihnachtsfest selbst mitsamt den Erwartungen an sich und andere (Haus von oben bis unten frisch geputzt, Gänsebraten pünktlich auf dem Tisch), sondern die Wochen zuvor, die bei einigen Puls und Blutdruck steigen lassen.

Doch was können wir dagegen tun? Eigentlich gibt es da nur das Rezept, was die Menschen anwenden, die ruhig und entspannt durch die Weihnachtszeit kommen – nämlich zu überlegen und abzuwägen, was wirklich wichtig ist und was nicht. Bedeutet die Weihnachtsfeier des Vereins für mich Eustress oder Disstress? Eustress ist positiver Stress, der uns auf gewisse Art beflügelt und uns Höchstleistungen vollbringen lässt – z.B. die finale Phase eines wichtigen Projekts oder letzte Vorbereitungen einer großen Reise. Disstress hingegen ist Stress, der zehrend und negativ auf uns wirkt.

Wenn wir für uns selber entscheiden, was Eustress und was Distress für uns ist und vor allem diese Entscheidung mutig umsetzen, dann sind wir einer entspannten Weihnachtszeit schon ein großes Stück näher. Dann kann es durchaus passieren, dass wir eine zeitraubende und langweilige Disstress-Veranstaltung einfach durch etwas Schönes wie ein duftendes Vollbad, eine Klangschalenmasssage oder einen Kosmetiktermin ersetzen. Und wenn wir uns dann entspannt wieder den Vorweihnachtsaktivitäten zuwenden, kann es passieren, dass wir, anstatt uns genervt den Weg durch die Stadt zu bahnen, das geschäftige Treiben sogar ein bisschen schön finden.

Wie gehen Sie mit der Weihnachtszeit um? Haben Sie Tricks und Kniffe, um entspannt durch die Adventszeit zu kommen? Schreiben Sie uns, wir freuen uns auf Sie!

27. November 2017

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