Interview Dr. Villinger

Wer wir sind

- Herr Dr. Villinger, im Frühjahr 2008 stellten Sie erstmals das Netzwerk für Gesundheit in einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vor. Was brachte Sie dazu, ein ganzheitliches Gesundheitsnetzwerk zu gründen?

Dr. Villinger: „1991 eröffnete ich meine eigene Frauenarztpraxis in München. Mit einer klassischen Homöopathie-Zusatzausbildung und als „sanfter“ Geburtshelfer war ich zum damaligen Zeitpunkt einer der wenigen ganzheitlich arbeitenden Ärzte in meinem Fachgebiet und erlebte von Anfang an einen starken Patientenzulauf. Meinem Ego als jüngstem niedergelassenem Frauenarzt in München tat das natürlich sehr gut und ich bot allen, die eine Alternative zur Schulmedizin wollten, eine homöopathische Behandlung an. Ich hatte Erfolg, mir machte es Spaß und die Patienten waren zufrieden.

Mit der Zeit merkte ich aber, dass man seinen Patienten etwas überstülpt, wenn man ihnen nur das empfiehlt, was man selbst gelernt hat. Der Homöopath behandelt mit Globuli und der TCM-Arzt nadelt alle Patienten – ohne zu hinterfragen, ob nicht Magnet-, Bioresonanz- oder eine andere Therapie für den einzelnen geeigneter wäre. Das Spektrum der heute eingesetzten Therapieformen im Komplementärbereich ist riesengroß und fairerweise sollte man seine Patienten ganz neutral über die Möglichkeiten aufklären und dann mit ihnen gemeinsam das weitere Vorgehen entscheiden. Und wenn der Patient dann eine Behandlung wünscht, die man als Therapeut selbst nicht beherrscht, dann ist es von Vorteil, wenn man einen oder mehrere Spezialisten kennt, die man mit gutem Gewissen fachlich und menschlich empfehlen kann.“

 

- Wer gehört alles dem Netzwerk an und wie arbeiten die Partner hier zusammen?

Dr. Villinger: „Ärzte, Heilpraktiker, Hebammen, Still- und Ernährungsberaterinnen, Pädagogen, Therapeuten und andere kompetente Lebensberater, die auf der Basis einer soliden Schulmedizin ganzheitliche Begleitung und Therapien anbieten, sind hier in einem organisierten Netzwerk zusammengeschlossen. Sie beraten Patienten und gesundheitsbewusste Menschen, unterstützen sie bei der Behandlung von Krankheiten oder helfen, ihre Gesundheit dauerhaft zu verbessern und bis ins hohe Alter zu erhalten.

Viele Therapieansätze und Konzepte ergänzen sich und im Netzwerk lässt sich ein noch umfassenderes Spektrum anbieten. Der Patient hat eine größere Auswahl und das Zusammenspiel der einzelnen Fachrichtungen wird oft von einem Behandler seines Vertrauens koordiniert. Netzwerkpartner beraten und behandeln gemeinsam. Das ist für uns als Behandler erfüllender und der Patient weiß sich ernst genommen und stets in guten Händen.“

 

- Sie treffen sich auch regelmäßig zu Partnertreffen, wie laufen diese ab?

Dr. Villinger: „Damit man im Gespräch mit seinen Patienten fundiert beraten kann, sollte man einen guten Überblick über möglichst viele gute Therapiemöglichkeiten haben.

In unseren Treffen halten Fachleute der unterschiedlichsten Richtungen Vorträge über ihre Arbeit und man spürt das Herzensblut, das jeder für seine Spezialisierung mitbringt. Hier stellen sich die Netzwerkpartner in kleinen Runden gegenseitig vor und tauschen sich über ihre Erfahrungen mit den verschiedenen Therapieformen aus. Die Treffen dienen also der eigenen Fortbildung und der persönlichen Kontaktpflege unter Gleichgesinnten – eine sehr angenehme Art, seinen eigenen Horizont und Kollegenkreis zu erweitern.“

 

- Welche Vision haben Sie bei der Gründung des Netzwerks gehabt?

Dr. Villinger: „Wir wollen dazu beitragen, dass immer mehr Menschen bis ins hohe Alter gesund und glücklich, in Harmonie mit der Natur und finanziell frei leben können. Spezialisten aus vielen Bereichen, die nach ethischen und ganzheitlichen Grundsätzen leben und arbeiten, schließen sich in unserem Netzwerk zusammen, um andere und sich selbst diesem Ziel näher zu bringen. Das gemeinsame Ziel ist die Unterstützung von Menschen auf ihrem Weg zu Heilung und Übernahme von Selbstverantwortung für ihre eigene Gesundheit.
Und wir wollen andere Therapeuten dazu motivieren, über den Tellerrand der Schulmedizin hinauszusehen, indem wir ihnen Ganzheitlichkeit vorleben und die Erfolge zeigen.“

 

-Klingt das nicht auch ein bisschen politisch?

Dr. Villinger: „Letztlich wollen wir natürlich in unserem Gesundheitswesen und in unserer Gesellschaft etwas bewegen und zum Umdenken anregen. Und je größer das Netzwerk und je überzeugender unsere Arbeit wird, desto mehr werden wir erreichen können.“

 

-Wie kann man das Netzwerk und seine Ziele unterstützen?

Dr. Villinger: „Wer Interesse an unserer Arbeit hat, kann sich für unseren Newsletter anmelden und die Veranstaltungen unserer Partner besuchen. Wer uns seine Ideen und Anregungen mitteilen möchte, ist herzlich dazu eingeladen. Und wer uns finanziell unterstützen will, kann Mitglied oder Sponsor werden und unsere Angebote im TYBAS Health Center oder im Online-Shop der Vitaminbude nützen. Ganz besonders freuen wir uns auch über Weiterempfehlungen – das ist für uns die größte Anerkennung unserer Arbeit.“

 

- Wie kann man Partner in diesem Netzwerk werden?

Dr. Villinger: „Angehörige der genannten Berufsgruppen, die fundierte fachliche Kenntnisse und Erfahrungen mitbringen und einen ganzheitlichen Schwerpunkt in ihrer Arbeit sehen, melden sich am besten per E-Mail bei uns. In einem persönlichen Gespräch können dann alle individuellen Fragen besprochen werden.“

 

- Das Netzwerk ist ja sozusagen ein Baustein eines großen Ganzen: welche Idee steht darüber?

Dr. Villinger: „Unter der Dachmarke TYBAS sind insgesamt sieben Projekte miteinander vernetzt, die alle eine ganzheitliche Begleitung anbieten – auf dem Weg zu mehr Gesundheit, Kreativität und Freude am Leben. Jedes Individuum ist einzigartig und bedarf mit seinen ganz speziellen Qualitäten und Fähigkeiten einer besonderen Wertschätzung und Inspiration, um den eigenen Weg zu finden.
TYBAS: TRUST YOUR BODY AND SOUL – das gemeinsame Motto, das über allem steht.“