Letzten Samstag haben wir unseren 4. Gesundheits- und Erlebnistag veranstaltet. Es war, wie immer, ein gelungener Tag mit rundem und vielfältigem Programm. Am Abend konnten wir viele inspirierte und glückliche Besucher verabschieden. Wir möchten allen, die dazu beigetragen haben, herzlich danken und freuen uns schon auf den nächsten Gesundheitstag!

 

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Ihr Team vom Netzwerk für Gesundheit

Daniela Hammer ist Beraterin für Natürliche Familienplanung nach Sensiplan und langjährige Partnerin im Netzwerk für Gesundheit. Sie gibt regelmäßig Kurse in und um München. Wir haben mit ihr gesprochen.

Was bedeutet Natürliche Familienplanung nach Sensiplan?

Um das zu erklären geht es erst einmal um zwei wesentliche Fragen:
- Wann kann ich schwanger werden?
- Und: wann sind meine unfruchtbaren Tage?

Das können Frauen mit der symptothermalen Methode einfach und sicher herausfinden. Mit NFP nach Sensiplan erlernen sie, ihre fruchtbaren und unfruchtbaren Tage zu bestimmen – durch die Beobachtung von Körperzeichen und deren Auswertung nach festen Regeln.

NFP Sensiplan ist eine natürliche und gesunde Methode der Empfängnisregelung. Und zudem eine faszinierende Möglichkeit, sich mit den Vorgängen des eigenen Körpers vertraut zu machen und die „leise Sprache des Körpers“ zu verstehen. Auch der Partner bekommt dadurch die Möglichkeit, den weiblichen Körper besser kennen zu lernen.

Wird NFP Sensiplan eher selten praktiziert?

Meine Erfahrung ist eine andere: Es gibt einige Frauen, die schon davon gehört haben. Aber das Wissen über die Sicherheit der symptothermalen Methode ist noch nicht so weit verbreitet. Zudem wird die Methode häufig mit unzuverlässigen und nicht zu empfehlenden Kalender- oder Ovulationsmethoden (Knaus/Ogino/Billings oder AppStore Angeboten) verwechselt.

Mich freut sehr, dass mehr und mehr junge Frauen in meine Beratung kommen. Zudem werde ich inzwischen oft von Frauenärzten empfohlen, die ihren Patientinnen diese sanfte Methode der Empfängnisregelung ans Herz legen möchten.

Was sind die Vorteile der NFP Sensiplan?

Die Methode ist nicht invasiv und es muss auch nichts eingenommen werden, dadurch ist sie absolut nebenwirkungsfrei. Die Methode eignet sich sowohl für Paare, die eine Schwangerschaft vermeiden möchten, als auch für Paare die sich ein Kind wünschen.

Das Wissen um die gemeinsame Fruchtbarkeit befähigt zur selbstgewählten Entscheidung, ob eine Frau schwanger werden will oder nicht.  Ich finde, es ist ein Schritt in die eigene Selbstermächtigung und eine Chance die gemeinsame Sexualität neu zu entdecken.  Es braucht lediglich täglich Motivation und Neugier, ein Thermometer, Zyklusblatt und einen Bleistift. Sonst nichts.

Wie kann ich mir so einen Kurs vorstellen?

Ein NFP Sensiplan Kurs beinhaltet 5 Treffen zu je 2 Stunden – am liebsten abends und gerne bei der Frau oder dem Paar zu Hause. Alternativ kann ich auch einen neutralen Raum anbieten. Das erste Treffen ist ein sehr eindrücklicher Überblick über das Zyklusgeschehen und unverbindlich. Nach dem ersten Treffen braucht es allerdings die Entscheidung, ob die Methode ins eigene Leben passt. Wenn ja, dann sehen wir uns nach zwei Wochen wieder und danach einmal im Monat. Wir üben mit einem Arbeitsheft und zusätzlich beobachtet die Frau täglich ihre Körperzeichen wie Zervixsschleim, Körpertemperatur und trägt diese in ein Zyklusblatt ein.

Der Kurs kann jederzeit starten, da ich vor allem Einzelberatungen anbiete.

Was, wenn mein Freund/Mann der Sicherheit nicht vertraut?

Wenn ein Partner der Methodensicherheit nicht vertraut, ist es immer hilfreich, selbst am Kurs teilzunehmen um zu erfahren, was die Partnerin im Kurs lernt. Mit NFP Sensiplan haben wir eine hochsichere Methode, vergleichbar mit hormonellen Methoden, nur eben ohne Nebenwirkungen. Das belegt eine offene Sicherheitsstudie, die an der Universität Heidelberg seit 1984 geführt wird.

Die meisten unbeabsichtigten Schwangerschaften entstehen dadurch, dass sich das Paar nicht an die Regeln hält und wissentlich in der fruchtbaren Zeit ungeschützten Verkehr hat. Ob sich die Partner in dieser Frage einig sind und ob sie sich offen und ehrlich über ihre Sexualität und Familienplanung verständigen können, sind weitere, für die Sicherheit entscheidende Aspekte.

Wird die Sexualität anders erlebt zum Beispiel nach Absetzen einer hormonellen Methode zur Empfängnisregelung?

Eine ständige, ich nenne es mal frech: „Verfügbarkeit“ wie während der Einnahme einer hormonellen Verhütungsmethode ist nicht mehr gegeben. Der vielleicht gewohnte Umgang mit der bisherigen Sexualität ist hier manchmal neu zu überdenken. Es gibt eine gemeinsame Fruchtbarkeit zu erleben und damit umzugehen. Hier ist es wieder sinnvoll im Gespräch miteinander zu sein oder das Gespräch mit mir zu suchen, da ich auch sexologisch ausgebildet bin.

Einige Frauen berichten mir, dass sie ohne hormonelle Verhütungsmittel endlich spüren, was sie wollen und nicht mehr wie unter einer „Glocke aus Watte“ leben, da ihr Körper die Hormone nun wieder selbst bildet. Frauen sind von Natur aus zyklische Wesen, sich darauf einzulassen, beschert eventuell vielfältigste Freude!

Den richtigen Platz im Leben zu finden und mit Selbstvertrauen die eigenen Qualitäten zu entdecken, ist gar nicht so leicht.

Bei diesem Tagesseminar dreht sich alles um Sie – und um den Weg zu eigener Stärke, innerer Balance und wertschätzender Kommunikation.

Nähere Informationen finden Sie hier.

Ihr Netzwerk für Gesundheit

Kaum hat das neue Jahr begonnen, ist es schon wieder soweit: die Heuschnupfenzeit beginnt. Was eine Allergie überhaupt ist und welche Möglichkeit der Selbstbehandlung es gibt, hat unser Netzwerkpartner Rosen Apotheke zusammengestellt:

Was versteht man unter einer Allergie?

Eine Allergie ist eine Überempfindlichkeit gegenüber bestimmten Antigenen oder auch Allergenen genannt, die durch eine Antigen-Antikörper Reaktion zu einer überschießenden Immunantwort bis hin zum lebensbedrohlichen Schock führen kann. Eine Allergie wird durch einen ersten Antigenkontakt erworben. Hier spricht man von der Sensibilisierungsphase. Nachdem die Antikörperbildung abgeschlossen und es zu einem erneuten Kontakt kommt, führt dies zu einer überschießenden allergischen Reaktion.

Was sind Antigene (Allergene)?

Antigene/Allergene sind Proteine, die von Zellen des Abwehrsystems im Körper erkannt und gebunden werden und eine allergische Reaktion auslösen. Dabei wird aus den Mastzellen Histamin ausgeschüttet, welches zu typischen Symptomen eine Allergie führt.

Dies kann sein:

  • Juckreiz
  • Wasseransammlungen
  • Niesreiz
  • Augenbrennen
  • Augentränen
  • Atemnot (durch Atemwegsverengung)
  • Blutdruckabfall

 

Welche Allergentypen gibt es?

Man unterscheidet 4 Allergentypen:

Inhalationsallergene, z.B.

  • Pollen
  • Gräser
  • Schimmelpilz
  • Tierhaare
  • Hausstaubmilben

Ingestionsallergene

  • Nahrungsmittel wie z.B. Erdbeeren oder Nüsse

Kontaktallergene, z.B.

  • Salbengrundlagen
  • Nickel
  • Latex

Injektionsallergene,z.B.

  • Bienen – oder Schlangengift
  • Röntgenkontrastmittel

 

Welchem unterschiedlichen allergischen Reaktionstypen gibt es?

 Je nach dem auf welchem Mechanismus die überschießende Immunantwort auf ein Antigen (Allergen) beruht, werden diese in 4 Reaktionstypen eingeteilt:

Typ I Soforttyp 

Der Körper bildet nach erstmaligem Kontakt Abwehrzellen, nach erneutem Kontakt mit dem Allergen kommt es zu einer Antigen-Antikörper-Reaktion und es wird Histamin freigesetzt. Innerhalb weniger Sekunden/Minuten  treten Symptome auf.

  • Juckreiz
  • Wasseransammlungen
  • Blutdruckabfall (durch Gefäßerweiterung)
  • Atemwegsverengung

All diese Symptome des Soforttyps werden als Anaphylaxie bezeichnet undkönnen lebensbedrohlich werden).

Typ II Zytotoxische Typ

Hier kommt es nach Stunden oder Tagen zu einer allergischen Reaktion. Auslöser können Medikamente sein, die zu bestimmten Krankheitsbildern führen können:

  • Abfall der weißen Blutkörperchen
  • Abfall der Blutplättchen
  • Transplantationsabstoßung

Typ III Immunkomplextyp

Hier kann ebenfalls die Reaktion nach ca. 6-8 Stunden eintreten. Verantwortlich hierfür sind Antigen-Anti-Körper Komplexe, die sich häufig im Gewebe oder Gefäßnähe ablagern und schädigen.

  • Gifte von Bakterien
  • Medikamente

Typ IV Spättyp

Die Reaktion vom Typ IV tritt durch sensibilisierte Immunzellen erst 1-3 Tage nach dem erneuten Kontakt des Antigens auf.

  • Juckreiz
  • Niesreiz
  • Augenbrennen
  • Augentränen
  • Hustenreiz

Gerade im Frühjahr/Sommer sind die meisten Allergiker vom Typ IV betroffen. Sie reagieren nach Kontakt mit Pollen mit den o. g. Symptomen.

Behandlungsmöglichkeiten

Es sollte möglichst der Kontakt mit den Allergenen vermieden werden. Bei Pollenallergikern ist dies meist nicht möglich. Hier gibt es unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten.

Lokal: Die Behandlung erfolgt mit Augentropfen oder Nasenspray, die die allergischen Reaktionen mindern, indem sie das von den Mastzellen ausgeschüttete Histamin blockieren und so die Symptome stoppen.

Systemisch: Auch eine Einnahme von so genannten Antihistaminika kann Linderung verschaffen. Es gibt Wirkstoffe, die das bereits ausgeschüttete Histamin blockieren oder die die Mastzellen stabilisieren, damit diese erst gar nicht so viel Histamin aus den Mastzellen ausgeschüttet wird.

Stärkung des Immunsystems: Das Immunsystem kann zusätzlich durch die Einnahme von Zink mit 15-25 mg, Calcium 1000mg und Vitamin C 1000 mg pro Tag gestärkt und somit die Symptome einer Allergie gemindert werden.

Schüßler Salze und Homöopathie: 

Schüßler Salze

Nr. 2 Calcium phosphoricum                     12 Tabletten/Tag

Nr. 3 Ferrum phosphoricum                      7 Tabletten/Tag

Nr. 4 Kalium chloratum                                7 Tabletten/Tag

Nr. 8 Natrium chloratum                             20 Tabletten/Tag

Nr. 10 Natrium sulfuricum                          12 Tabletten/Tag

Nr. 21 Zincum chloratum                             7 Tabletten/Tag

Nr. 24 Arsenum jodatum                            7 Tabletten/Tag

Die Hauptmittel bei Allergien sind Nr. 2 Calcium phosphoricum und Nr. 8 Natrium chloratum. Diese beiden können nach Bedarf mit den anderen o.g. Salzen kombiniert werden.

Homöopathie:

Apis Globuli bei allergischen Reaktionen mit Quaddeln und Pusteln.

Cardiospermum Globuli wirken allgemein gegen allergische Reaktionen und gegen chemische Reize.

Urtica Globuli wirken gegen allergische Reaktionen mit juckenden, brennenden Quaddeln und Pusteln.

Die Dosierung ist je nach Potenz unterschiedlich. Im Bereich der D6 und D12 Potenzen richtet sich die Dosierung nach dem Schweregrad. Das bedeutet im Akutfall stündlich 5 Globuli, bis eine Besserung eintritt, ansonsten 3×5 Globuli, auf der Zunge 30 min. vor oder nach dem Essen zergehen lassen. Wichtig ist, dass während der homöopathischen Behandlung auf Koffein (Kaffee, Schwarztee), koffeinhaltige Getränke (Cola, Engeriedrinks etc.) und Menthol verzichtet wird

Zuletzt darf auch nicht auf die richtige Hautpflege verzichtet werden, da auch die Allergene durch die Haut aufgenommen werden. In der Apotheke gibt es spezielle Hautpflegekonzepte, die die Hautbarriere durch bestimmte Inhaltsstoffe stärken und widerstandfähiger machen.

Grenzen in der Selbstbehandlung

Grundsätzlich sollte die erste Diagnosestellung, ob es sich um eine Allergie handelt und vor allem auf welche Allergene man reagiert, durch einen Arzt erfolgen. Auch auf Symptomveränderungen sollte geachtet werden. Sobald die Atemwege betroffen sind und ein Verdacht auf allergisches Asthma besteht, ist die Therapie durch einen Arzt angeraten und sinnvoll. Das Gleiche gilt bei chronischen Beschwerden, Schwangeren, in der Stillzeit, Kinder unter 6 Jahren, bei Verdacht auf Infektionen und bei Verdacht auf unerwünschte Arzneimittelwirkungen.

Weitere Tipps beim Kontakt mit Inhalationsallergenen (Pollen, Gräser, Schimmelpilz, Tierhaare, Hausstaubmilben)

  • Abend duschen und Haare waschen
  • Morgens Haut mit speziellen Pflegecremes eincremen
  • Kleidung außerhalb des Schlafzimmers ausziehen
  • Kleidung nicht im Freien trocknen
  • Pollenschutzgitter für die Fenster
  • Lüften der Wohnung bei geringer Pollenbelastung; in der Stadt zwischen 6:00-08:00 morgens, auf dem Land zwischen 19:00-24:00 abends
  • Regelmäßiges Staubsaugen der Wohnung und wischen der Flächen mit einem feuchten Lappen
  • Regelmäßiges Absaugen von Polstermöbeln
  • Pollenschutzfilter für Klimaanlage im Auto
  • Regelmäßige Reinigung von Brillengläsern
  • bei Allergikern mit Hunden, Fell regelmäßig ausbürsten, Tier nicht im Bett oder Schlafzimmer schlafen lassen
  • bei Hausstauballergikern; Verwendung spezieller Matratzenbezüge

Ihre Rosen Apotheke

Quellen: pharmazeutische Datenbank, Buch Naturheilpraxis heute 3. Auflage Elvira Bierbach, Homöopathie für die Kitteltasche 4. Auflage deutscher Apothekerverlag, Im-Puls des Lebens, Margit Müller-Frahling, Mineralstoffe nach Dr. Schüßler

Frausein und Weiblichkeit in gesunder Balance

Die Rolle der Frau in der heutigen Zeit ist von hohen Anforderungen geprägt. Nicht immer ist es einfach, hier eine gesunde Balance zu bewahren.

Das Netzwerk für Gesundheit veranstaltet dieses Seminar, bei dem Sie von erfahrenen Therapeutinnen durch den Tag begleitet werden, die mit Ihnen wichtige Aspekte der Weiblichkeit aufstellen und wirksame Konzepte erarbeiten: Welche naturheilkundlichen Maßnahmen tun mir gut, um mich vor ungesundem Stress zu schützen, meine Selbstheilungskräfte zu stärken und gelassen in Balance zu bleiben?

Alle wichtigen Infos zum Seminar finden Sie hier.

Ihr Netzwerk für Gesundheit

 

 

 

Gesundheits- und Erlebnistag am 03.02.2018

Das Netzwerk für Gesundheit veranstaltet am Samstag, den 3. Februar 2018 seinen nächsten großen Gesundheits- und Erlebnistag rund um die Themen Gesundheit und Wohlbefinden im Einklang von Körper, Geist und Seele.

Erleben Sie mit uns von 09:30 – 18:30 Uhr in unserem Gesundheitszentrum ein vielfältiges und sehr ausgefeiltes Programm:

  • breitgefächerte Vorträge und Workshops unserer Netzwerkpartner zu verschiedenen Gesundheitsthemen, Therapieansätzen und weiteren Bereichen des Netzwerks.
  • Kurzbehandlungen mit Heilpflanzenkosmetik, Bodystyling oder Make-up Beratung
  • Testung der freien Radikalen inkl. Beratung
  • Getränke und Fingerfood

Hier finden Sie das detaillierte Vortrags- und Verwöhnprogramm.

Sichern Sie sich rechtzeitig Ihre Eintrittskarte und reservieren Sie sich einen Termin für eine der im Eintrittspreis enthaltenen Kurzanwendungen aus dem Verwöhnprogramm und/oder eine Testung der freien Radikale:

Tel.: 089 – 54 54 48 04 oder Email: info@tybas-beauty.de

 

Karten gibt es ab sofort hier im Vorverkauf: www.vitaminbude-shop.de

Eintrittspreise: € 18,00 vip-Preis € 15,00
Freuen Sie sich auf einen besonderen Tag!

Veranstaltungsort:

Gesundheitszentrum
Sendlinger-Tor-Platz 10
80336 München

Kontakt:

Telefon: 089 – 54 54 48 04
info@netzwerk-fuer-gesundheit.net

 

Man hört es ab Mitte November wieder von allen Seiten: „Ich hab keine Zeit, ich bin total im Weihnachtsstress!“

Weihnachten, die Zeit der Ruhe und Besinnlichkeit – damit scheint es nicht mehr weit her zu sein. Die Häufigkeit, mit der das (Un)wort Weihnachtsstress genutzt wird, zeigt eine recht hohe Durchseuchung der Bevölkerung. Es drängt sich bisweilen sogar der Eindruck auf, dass es einen geheimen Wettbewerb gibt, wer am meisten Weihnachtsstress vorweisen kann.

Doch was ist das eigentlich, dieser Weihnachtsstress? Wenn man Betroffene fragt, bekommt man oft die Antwort, dass am meisten die vielen Termine und Verabredungen stressen, die eigentlich gar nichts mit Weihnachten zu tun haben, aber noch in diesem Jahr erledigt werden müssen. Ebenso setzt die Aneinanderreihung von Vereinsfeierlichkeiten und Festivitäten sonstiger Verbindungen zur Adventszeit unter Druck.

Es ist also oftmals gar nicht das Weihnachtsfest selbst mitsamt den Erwartungen an sich und andere (Haus von oben bis unten frisch geputzt, Gänsebraten pünktlich auf dem Tisch), sondern die Wochen zuvor, die bei einigen Puls und Blutdruck steigen lassen.

Doch was können wir dagegen tun? Eigentlich gibt es da nur das Rezept, was die Menschen anwenden, die ruhig und entspannt durch die Weihnachtszeit kommen – nämlich zu überlegen und abzuwägen, was wirklich wichtig ist und was nicht. Bedeutet die Weihnachtsfeier des Vereins für mich Eustress oder Disstress? Eustress ist positiver Stress, der uns auf gewisse Art beflügelt und uns Höchstleistungen vollbringen lässt – z.B. die finale Phase eines wichtigen Projekts oder letzte Vorbereitungen einer großen Reise. Disstress hingegen ist Stress, der zehrend und negativ auf uns wirkt.

Wenn wir für uns selber entscheiden, was Eustress und was Distress für uns ist und vor allem diese Entscheidung mutig umsetzen, dann sind wir einer entspannten Weihnachtszeit schon ein großes Stück näher. Dann kann es durchaus passieren, dass wir eine zeitraubende und langweilige Disstress-Veranstaltung einfach durch etwas Schönes wie ein duftendes Vollbad, eine Klangschalenmasssage oder einen Kosmetiktermin ersetzen. Und wenn wir uns dann entspannt wieder den Vorweihnachtsaktivitäten zuwenden, kann es passieren, dass wir, anstatt uns genervt den Weg durch die Stadt zu bahnen, das geschäftige Treiben sogar ein bisschen schön finden.

Wie gehen Sie mit der Weihnachtszeit um? Haben Sie Tricks und Kniffe, um entspannt durch die Adventszeit zu kommen? Schreiben Sie uns, wir freuen uns auf Sie!

Gehirnwellen und Bewusstsein – der Awakened Mind

Nach Anna Wise.

Bearbeitet und kommentiert von Peter Christl

Der AWAKENED MIND

Menschen mit einem hoch entwickelten Bewusstsein können in jeder Lebenslage den optimalen Bewusstseinszustand herstellen: den besseren Umgang mit Stress, die optimale emotionale und körperliche Gesundheit, ein hohes Maß an Spiritualität oder Kreativität im Überfluss.

Neurotherapeutin und Human-Psychologin Anna Wise und Ihr Mentor, Biophysiker C. Maxwell Cade haben in den Jahren 1973 bis 1981 die Ergebnisse ihrer Hirnwellenforschungen mit Meditationstechniken kombiniert und ein Training entwickelt, mit dem optimale Besusstseinszustände erreicht werden können.

Anna Wise entdeckte die Wechselbeziehungen und das besondere Zusammenspiel von Beta-, Alpha-, Theta- und Delta-Wellen. Sie entschlüsselte die Beziehungen zwischen Bewusstseinszustand und -inhalten und systematisierte sie im Awakened Mind-Training (der Begriff Awakened Mind stammt von Maxwell Cade und beschreibt einen Zustand, in dem die Bewusstseinsinhalte ungehindert durch alle Bewusstseinsebenen fließen können, der Begriff also eher einen Fluss-Zustand beschreibt und nicht Erleuchtung meint).

Der Awakened Mind ist ein spezielles Hirnwellenmuster (siehe Abb. Das Awakened Mind-Gehirnwellenmuster), das während meditativer Gipfelerfahrungen und in allen Formen von Mega-Kreativität und Spitzenleistungen auftritt.

Dieses Training zur Beherrschung der geistigen Kräfte befähigt Menschen, gewünschte Hirnwellenmuster und somit gewollte Bewusstseinszustände gezielt zu erzeugen.

Die GRUNDLAGEN der Gehirnwellen

Im Alltag benützen und durchlaufen wir mehr oder weniger unbewusst alle Gehirnwellenmuster von Beta bis Delta. Unsere Bewusstseinszustände gleichen einer Sinfonie aus den verschiedensten Wellen-Mustern und deren Kombinationen, in der jede Frequenz ihren eigenen charakteristischen Anteil hat. Unser Bewusstseinszustand, so Anna Wise, wird dabei bestimmt von einer feinen Vernetzung der Hirnwellenfrequenzen und ihrer Wechselbeziehungen.

Die Gehirnwellen-MESSUNG

Die erste Messung ist die Frequenz oder die Geschwindigkeit der elektrischen Impulse. Die Frequenz wird in Zyklen pro Sekunde (cps) oder Hertz (Hz) gemessen und reicht von 0,5 Hz bis 38 Hz. Die zweite Messung ist die Amplitude oder die Stärke der Gehirnwelle. Gehirnströme werden nach Häufigkeit in vier Typen eingeteilt: Beta, Alpha, Theta und Delta.

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Die GEHIRNWELLEN im Einzelnen

BETA-Gehirnwellen sind Frequenzen von 14 Hz bis zu 38 Hz. In Beta sind wir im Gedanken-Modus, im Wachbewusstsein und die Aufmerksamkeit für den Körper, die Umwelt und für die Zeiterfahrung ist aktiv. Ohne Beta wären wir nicht in der Lage, in der Außenwelt zu funktionieren.

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ALPHA-Gehirnwellen sind die Hirnströme von entspanntem, leicht meditativem und losgelöstem Gewahrsein, Visualisierung, Sinneseindrücken und Tagträumen. Mit etwa 9 Hz bis 14 Hz ist Alpha das Tor zur Meditation und eine Brücke zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein. Ohne Alpha erinnern wir uns nicht an Erlebtes in der Meditation und Inhalte des Unterbewusten können ohne aktives Alpha nicht ins Wachbewusstsein aufsteigen, wir haben „keinen Zugang“ zum Unterbewussten.

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THETA-Gehirnwellen sind das Unterbewusstsein. Von etwa 4 Hz bis 8 Hz ist Theta im Traumschlaf präsent und in tiefer Meditation. Theta liefert den Zugang zu kreativer Inspiration und zu höchster spiritueller Verbindung, der Gipfelerfahrung in der Meditation.

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DELTA-Gehirnwellen repräsentieren das Unbewusste, den Tiefschlafzustand, der von etwa 0,5 Hz bis 4 Hz reicht. Wenn Delta (Tiefschlaf) in Kombination mit Beta- und Alphawellen (wach und entspannt) präsent ist, fungiert es als eine Art Radar, das Informationen sucht – und versucht, auf der tiefsten unbewussten Ebene Dinge zu verstehen, die wir nicht durch das Denken verstehen können. Delta-Wellen beinhalten Intuition, empathische Abstimmung und instinktive Einsicht.

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GAMMA-Gehirnwellen

Neben den vier genannten Gehirnwellen gibt es noch die GAMMA-Gehirnwellen. Sie wurden als letzte der Hirnwellenkategorien entdeckt und sind deshalb noch am wenigsten erforscht. Ihre Frequenzen reichen von 38 Hz bis 100 Hz. Sie werden bei Spitzenleistungen und extremer Fokussierung beobachtet. Mönche mit langer Meditationserfahrung erzeugen teilweise Gamma-Wellen mit sehr hoher Amplitude.

 

Das MEDITATIONS-Gerhirnwellenmuster

Die Gehirnwellenmuster tiefer Meditationen sind in der Regel eine Kombination aus Alpha- und Theta-Wellen in verschieden starken Anteilen und Gewichtungen. Oder anders ausgedrückt befindet sich während einer tiefen Meditation „ein entspannter und gelöster Geist (Alpha) in einem tiefenentspannten Körper (Theta)“ – eine Meisterleistung des Geistestrainings. Theta liefert die Tiefe der Meditationserfahrung, den unterbewussten inneren Raum, aus dem Kreativität und Einsicht kommen und Alpha fungiert als Brücke zum Wachbewusstsein und ist damit unerläßlich für die Erinnerung der Inhalte der Meditation.

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Das AWAKENED MIND-Gehirnwellenmuster

Der AWAKENED MIND kombiniert also alle Wellenmuster: das Mega-Intuitive, Super-Empathische der Delta-Wellen, die kreative Inspiration, Selbsterkenntnis und spirituelle Wahrnehmung der Theta-Wellen, die Überbrückungskapazität und das entspannte, distanzierte Bewusstsein der Alpha-Wellen und die äußere Aufmerksamkeit und deren Fähigkeit, bewusst Gedanken gleichzeitig zu verarbeiten der Beta-Wellen. Es ist ein Gehirnwellenmuster, das Menschen in höchsten Bewußtseinszuständen gemeinsam haben, unabhängig von Philosophie, Theologie oder Meditationstechnik. Dieses Gehirnwellenmuster kann während der meditativen Gipfelerfahrung oder in allen Formen inspirierter Kreativität und vollendeter Höchstleistungen angetroffen werden. Das Awakened Mind-Hirnwellenmuster ist auch präsent im “Aha-Moment”, dem Moment der Einsicht und im wahrsten Sinne des Wortes des „Auftauchens” der Lösung.

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Ein verändertes Bewusstsein bringt erhöhte Lebensqualität

Mit einem bewusst geschaffenen „Awakened Mind” durch gezielte Gehirnwellenveränderung sind wir in der Lage, optimale Bewusstseinzustände zu nutzen für die Entwicklung von Kreativität, von Selbstheilungskräften, einer besseren allgemeinen Gesundheit, für Entspannung und dem Umgang mit Stress, für größere Selbsterkenntnis und der Entwicklung der eigenen Spiritualität.

Quellen:

http://annawise.com/the-work/brainwaves/

– Anna Wise, Awakened Mind Training, Ein Hirnwellen-Trainingsprogramm, Ein Praxisbuch für Kreativität, Gesundheit und Erfolg, Verlag Vianova, 2017

– Dr Joe Dispenza, Evolve Your Brain, The Science of Changing Your Mind, Verlag Health Communications, Inc, 2007

Seit einiger Zeit erobert ein neuer Shooting-Star den Markt der Jungbrunnen: Der Reishi-Pilz. Doch was hat es mit diesem Pilz auf sich? Botanisch gesehen gehört der Pilz zu den holzbewohnenden Pilzen – vor allem mit Eichen geht er häufig Symbiosen ein. Sein deutscher Name ist „glänzender Lacksporling“.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird der Reishi Pilz hoch geschätzt. Er gehört zu den ältesten Naturheilmitteln und wird zudem auch als Nahrungsmittel zubereitet.

Der Reishi Pilz verfügt über ein breites Spektrum an vielen miteinander verbundenen Inhaltsstoffen. Der Verbund an Wirkstoffen besteht vor allem aus den Vitaminen A, B2, B3, B6, C, Biotin und Folsäure. Hinzu kommen Mineralien und Spurenelemente wie Magnesium, Kalzium, Eisen, Zink und Kupfer. Proteine und Nukleotide bilden eine wichtige Basis für die komplexe Wirkweise.

In der TCM wird Reishi immer dann empfohlen, wenn die Selbstheilungskräfte des Menschen in Gang gesetzt werden sollen. Zudem wirkt er unterstützend auf die Leber und fördert die Leberregeneration. Durch den Reishi Pilz sollen Abwehrzellen aktiviert und die Entstehung von entarteten Zellen gehemmt werden. Die Normalisierung des Blutdrucks soll unterstützt werden; ebenso werden positive Aspekte bei Rheuma und Arthritis beobachtet

Auch bei der Schönheitspflege hat sich Reishi seinen Platz erobert: er steht für Verjüngung, denn die Inhaltsstoffe haben antioxidative Eigenschaften und können freie Radikale binden.

Interessant ist auch die Zubereitung: neben der Einnahme von Kapseln und Extrakten ist die gängige Zubereitungsart ein Art Teeaufguss aus getrockneten Stückchen oder Pulver.

“Das eigene Leben im Mittelpunkt”

Das Netzwerk für Gesundheit veranstaltet am 26.11.2017 dieses Seminar, in dem Sie erfahrene Therapeuten durch den Tag begleiten und mit Ihnen zusammen wirksame Konzepte erarbeiten: Wie stärke ich Achtsamkeit und meine eigene Mitte, damit ich in akuten Situationen Stress entgegenwirken und dazu beitragen kann, dass ich mich in meiner eigenen Haut und im Außen wohlfühle?

Alle wichtigen Informationen zum Seminar finden Sie hier

Ihr Netzwerk für Gesundheit

Der Herbst ist da und damit auch eine nicht zu überhörende Welle an Erkältungskrankheiten. Überall um uns herum wird gehustet und genießt. Für viele ist der Herbst die Jahreszeit, um wieder mit Saunagängen zu beginnen und somit das Immunsystem zu stärken und sich abzuhärten.

In Deutschland befinden sich Saunen überwiegend in öffentlichen Schwimmbädern, Thermen oder Sporteinrichtungen. In Privathaushalten kommt eine Sauna eher selten vor. Ganz anders in Finnland: hier wurde die Saunakultur entwickelt. Fast jedes Haus verfügt über eine Sauna und auf 5,4 Millionen Finnen kommen etwa 2 bis 3 Millionen Saunen. Übrigens ist das Wort „Sauna“ wohl eines der wenigen finnischen Wörter, die sich international durchgesetzt haben.

Doch was ist am Saunieren so gesund? Das intensive Schwitzen ist einer der wichtigsten Aspekte. Schwitzen gilt seit jeher als ausleitendes Verfahren um Giftstoffe über die durch die Wärme geöffneten Poren auszuscheiden. Die anschließende Abkühlung trainiert Herz und Kreislauf. Mit entsprechenden Ruhephasen zwischen den einzelnen Saunagängen und ausreichend Flüssigkeit ist ein Saunabesuch wie ein kleiner Kurzurlaub.

Auch der Psyche tut ein Saunabesuch gut. Die Finnen sind der festen Überzeugung, dass saunieren nicht nur den Körper, sondern auch den Geist reinigt. In der Tat wirkt die Sauna durch die thermischen Reize und den auf Hochtouren arbeitenden Stoffwechsel wohltuend auf die Psyche. Hinzu kommen die Ruhe und der Abstand vom hektischen Alltag.
Für gesunde Menschen ist ein Saunabesuch also absolut empfehlenswert. Auch wenn saunieren das Immunsystem stimuliert, sollte bei akuten Infekten darauf verzichtet werden. Bei chronischen Erkrankungen sollte natürlich zuvor der Arzt befragt werden.

Für Saunafans ist eine Reise in das Herkunftsland der Saunakultur natürlich ein besonderes Erlebnis. Auch wenn manche Gebräuche, wie das Aufsetzen einer Wollmütze oder die Bearbeitung der Haut mit Birkenzweigen für uns etwas merkwürdig anmuten: anschließend in einen klaren finnischen See zu springen, ist einfach herrlich.

Zum Glück gibt es aber auch hier immer mehr wunderschön gestaltete Saunalandschaften mit großzügigen Außenbereichen und entspannenden Ruhebereichen. In diesem Sinne: Kommen Sie gesund durch den Herbst!

Die Aromatherapie basiert auf ätherischen Ölen. Diese sind Öle, die in Pflanzen oder Pflanzenteile natürlich enthalten sind und durch ein bestimmtes Verfahren gewonnen werden und leicht verdampfen. Sie haben einen starken, durch die Herkunftspflanze charakteristischen Geruch. Die Wirkungsweise ist bei jedem Menschen unterschiedlich, jedoch ist die Aromatherapie selbstregulierend, sanft und oft nur von geringen Nebenwirkungen. Ätherische Öle wirken über den Geruchssinn und über die Aufnahme durch Inhalationen oder Bäder. Sie entfalten ihre Wirkung auf der physischen und psychischen Ebene.

Anwendung der ätherischen Öle

Ätherische Öle können in einer Duftlampe, in Hautölen, wie z.B. in Mandel oder Jojobaöl gemischt und auf die Haut aufgetragen, im Badewasser oder als Inhalationen in Heißwasser-Dampf angewendet werden. Wichtig ist bei der Anwendung auf der Haut, dass die ätherischen Öle mit einem Basisöl verdünnt werden. Eine 2%ige Lösung ist hier ideal. Das Mischungsverhältnis ist 5-6 Tropfen ätherisches Öl in 10 ml Basisöl. Basisöle können sein: Sonnenblumenöl, Sesamöl, Mandelöl oder Jojobaöl.

Anwendungsbeispiele:

Äußerliche Anwendung

Hierzu werden 5-6 Tropfen des ätherischen Öls in 10 ml Basisöl gemischt. Davon trägt man etwas von dieser Mischung auf die betroffenen Stellen auf und massiert sanft das Öl ein.

Hals, Nacken, Schläfen, zur Behandlung von Kopfschmerzen, Entzündungen im Kopf – und Halsbereich:

  • Pfefferminze
  • Melisse

Brustkorb: zur Einwirkung auf Bronchien und Lungen:

  • Eukalyptus
  • Myrte

Solarplexus: zur Einwirkung auf innerer Organe (Magen, Darm, Bauchspeicheldrüse, Gallenblase), als Einreibung oder über die Raumluft als Dampf (Duftlampe)

  • Verdauungsanregende Öle, Rosmarin (Achtung: Rosmarin nicht während der Schwangerschaft und bei Bluthochdruck anwenden!)
  • Krampflösende Öle, Kamille

Wirbelsäule: zur Einwirkung auf das zentrale Nervensystem (entspannend), als Einreibung oder über die Raumluft als Dampf (Duftlampe)

  • Lavendel
  • Muskatellersalbei
  • Zitrusöle, Bergamotte, Mandarine  (Achtung: bei der Verwendung bei Bergamotte kann es mit der Sonne zu allergischen Reaktionen kommen.)

Inhalationen

Inhalationen sind eine der natürlichsten Formen der Aufnahme von ätherischen Ölen. Vor allem bei Atemwegsbeschwerden ist der Einsatz von ätherischen Ölen sinnvoll. Hierbei ist zu beachten, dass ketonhaltige (z.B. Thuja, Beifuß), phenolhaltige und aldehydhaltiger Öle (z.B. Melisse, Eukalyptus, Lemongras, Citronella) in einer max. 5% igen Konzentration verwendet werden!

Am besten eignet sich eine Heißwasser-Dampf-Inhalation. 3-5 Tropfen auf 500 -1000 ml 50°C heißem Wasser. Das Wasser in eine Schüssel geben und mit einem Handtuch abgedeckt inhalieren.

Duftlampe

Hier erfolgt die Mischung einiger Tropfen (3-5) ätherischer Öle mit Wasser, die mit einem Teelicht verdampft werden.

Bei der Auswahl der ätherischen Öle ist auf höchste Qualität zu achten. Es gibt einige Hersteller, die Pflanzen ausschließlich aus konventionell biologischen Anbau verwenden. Eine Auswahl ätherischer Öle, die diese Kriterien erfüllen finden Sie in der Apotheke oder Reformhaus.

Ihre Rosen Apotheke

 

Quellen: Apothekerwissen, Buch Praxis der neuen Aromatherapie, Rezepte und Anwendungen; Kurt Schnaubelt

 

 

Nicole Schweizer ist Trainerin für Resilienz, Stressbewältigung und Entspannung und langjährige Partnerin im Netzwerk für Gesundheit. Sie ist zudem Dozentin am Zentrum für Naturheilkunde München im Bereich Entspannung und gibt Kurse, Workshops und Einzeltraining. Wir haben mit ihr gesprochen.

Die Philosophie Ihrer Arbeit ist „Leben in Balance“ was bedeutet das?

Unser heutiges Leben in der modernen Welt besteht oftmals zu einem großen Teil aus Anspannung. Ein Übermaß an Anspannung führt oft dazu, dass, wenn Entspannung dringend benötigt wird, sie nicht in erholsamen Maße eintreten kann. Ein typisches Beispiel hierfür sind Schlafstörungen, die auftreten, obwohl derjenige völlig erschöpft vom Tag ist. Natürlich ist Anspannung nötig, denn Anspannung führt zur Leistungsfähigkeit. Wichtig ist jedoch das Gleichgewicht zwischen Anspannung und Entspannung zu bewahren „Leben in Balance“, das ist der Mittelpunkt meiner Arbeit.

Wodurch wird diese Anspannung verursacht?

Wir leben in unserer modernen Zeit in einer Schnelllebigkeit, die uns mit einer Flut von Informationen und Aufgaben kräftig fordert. Oftmals ist dies auch noch gekoppelt mit dem Gefühl, „multitaskingfähig“ sein zu müssen. Eine ständige Erreichbarkeit auf unterschiedlichen Kanälen – diese permanenten Reize lassen uns oft unter starker Anspannung stehen. Dazu kommt, dass bei überwiegend sitzender Tätigkeit wenig körperlicher Ausgleich geschaffen werden kann. Zudem hat die Stressforschung herausgefunden, dass Menschen in andauernden stressigen Zeiten dazu neigen, ungünstige Angewohnheiten zu verstärken. Dies kann sich z.B. darin äußern, dass der Zucker- oder Alkoholkonsum zunimmt oder dass das die Abende vor dem Fernseher deutlich mehr werden. Durch diese Angewohnheiten verstärkt sich die Anspannung noch, es tritt also eine Art Teufelskreis ein.

Warum ist es oft so schwierig, diese übermäßige Anspannung loszulassen?

Der Druck der ständigen Präsenz ist oft groß und die neuen Medien haben eine nicht zu unterschätzende Sogwirkung. Die Angst, etwas zu verpassen, wenn man die Welt sich einfach mal drehen lässt und sich nur auf sich selbst im Hier und Jetzt besinnt, ist weit verbreitet. Aber genau darum geht es bei dem Leben in Balance: Neben der zum Leben dazugehörenden Anspannung auch ganz bewusst die Entspannung zu leben und zu fühlen. Sich immer wieder mit sich selbst zu verbinden und seine Empfindungen im Augenblick wahrzunehmen. Auch die in letzter Zeit populär gewordenen Begriffe der Achtsamkeit und Entschleunigung zielen auf das Bewusstsein im aktuellen Moment ab. Und dieses haben wir oft verlernt – die aktuellen Gedanken bewusst wahrzunehmen, aber sie auch gezielt wieder los zu lassen und sich nicht in Ihnen zu verstricken. Wie dies gelingen kann ist ebenfalls ein wichtiger Aspekt von einem Leben in Balance.

Sie sind auch in der betrieblichen Gesundheitsförderung tätig. Was kann man sich darunter vorstellen?

Immer mehr Unternehmen erkennen, dass die Menschen, die dort arbeiten, das Unternehmen „sind“. Gesunde und zufriedene Mitarbeiter sind für Unternehmen eine wichtige Ressource, zumal auch die ökonomische Seite nicht zu unterschätzen ist. Bei zufriedenen Mitarbeitern sinkt die Krankheitsrate und die Leistung steigt.

In meiner Arbeit in der betrieblichen Gesundheitsförderung geht es zunächst darum, was die Mitarbeiter des Unternehmens brauchen. Nach einer Analyse etabliere ich ein Programm mit verschiedenen Bausteinen, die oftmals aus den Einzelbereichen Bewegung, Entspannung und Ernährung bestehen. Diese individuell zugeschnittenen Programme führe ich dann mit meinen Kooperationspartnern durch. Vom Umfang her kann dies ganz unterschiedlich sein. Von einem Workshop von drei Stunden oder einem Gesundheitstag, bis hin zu fortlaufenden Kursen– je nachdem, wie der Bedarf und das Budget sind. Es ist eine schöne Entwicklung zu sehen, dass Unternehmen mehr und mehr Bewusstsein für zufriedene und gesunde Mitarbeiter entwickeln.

Wie sieht Ihre Arbeit konkret aus?

Mir ist es wichtig, den Menschen etwas mitgeben zu können, was sie konkret im Alltag anwenden können. Es geht ganz zentral darum, zu verstehen, dass jeder der Schöpfer seines eigenen Lebens ist. Wenn ich etwas im Inneren verändere, verändert sich auch etwas im Außen.

Von der Methodik her arbeite ich mit klassischen Entspannungsmethoden wie dem Autogenem Training, Muskelentspannung, Atementspannung und Fantasiereisen. Außerdem Achtsamkeitsübungen, Meditationen und mentalem Training. Darüber hinaus können Methoden aus dem Resilienztraining, Kommunikationspsychologie und NLP zum Einsatz kommen.

Für ein Leben in Balance und Leichtigkeit geht es letztendlich darum, die individuellen inneren Ressourcen zu aktivieren, verantwortungsvoll und achtsam mit sich und der Welt umzugehen und sich darüber klar zu sein, dass man immer die Wahl hat zwischen: love it, change it, or leave it.

 

Das Netzwerk für Gesundheit veranstaltet am Samstag, 14.10. und Sonntag, 15. Oktober 2017 ein großes Gesundheits- und Erlebniswochenende rund um die Themen Gesundheit und Wohlbefinden im Einklang von Körper, Geist und Seele.

Erleben Sie mit uns an beiden Tagen von 09:30 bis 17:30 Uhr in unserem Gesundheitszentrum ein vielfältiges und sehr ausgefeiltes Programm:

  • breitgefächerte Vorträge und Workshops unserer Netzwerkpartner zu verschiedenen Gesundheitsthemen, Therapieansätzen und weiteren Bereichen des Netzwerks.
  • Kurzbehandlungen durch Netzwerkpartner
  • Behandlungen im Verwöhnprogramm mit Heilpflanzenkosmetik und Massagen
  • Testung der freien Radikalen inkl. Beratung
  • Getränke und Fingerfood

Hier finden Sie das detaillierte Vortragsprogramm - und hier das Verwöhnprogramm (inkl Einzelbehandlungen bei Netzwerkpartnern und Messung der freien Radikalen).

Sichern Sie sich rechtzeitig Ihre Eintrittskarte und reservieren Sie sich einen Termin für eine der im Eintrittspreis enthaltenen Einzelbehandlungen der Netzwerkpartner und Kurzanwendungen im Bereich Massage und Kosmetik unter Tel.: 089 – 5454-4804 oder Email: info@tybas-beauty.de

Karten gibt es ab sofort hier im Vorverkauf: www.vitaminbude.shop.de

Tagesticket (Samstag oder Sonntag)
regulär € 18,00 / vip-Preis: € 15,00

Wochenendticket (Samstag und Sonntag)
regulär € 29,00 / vip-Preis: € 24,50
Freuen Sie sich auf ein besonderes Wochenende!

Veranstaltungsort:

Ganzheitliches Gesundheitszentrum
Sendlinger-Tor-Platz 10
80336 München

Kontakt:

Telefon: 089 – 5454-4804
info@netzwerk-fuer-gesundheit.net

Das Wort „Wasser“ kommt ursprünglich vom althochdeutschen Wort wazzar, was so viel wie „das Feuchte, Fließende“ bedeutet.

Um kurz auf die chemische Zusammensetzung einzugehen: Wasser (H2O) ist eine chemische Verbindung aus Sauerstoff (O) und Wasserstoff (H). Als Wasser wird der flüssige Zustand dieser beiden Elemente bezeichnet. Gefrorens Wasser wird  Eis genannt und im gasförmigen Zustand (Wasser)dampf.

Unser Körper besteht zu ca. 60 Prozent aus Wasser und wir sollten pro Tag rund zwei Liter Wasser trinken. Das ist deshalb so wichtig, da unser Körper Wasser für die wichtigsten vegetativen Abläufe, wie etwa die Regulierung der Temperatur oder der Ausscheidung von Giften und Schwermetallen, braucht. Bei körperlicher Anstrengung sollten wir sogar noch mehr trinken, um den zusätzlichen Verlust durch Schweiß auszugleichen. Komplett ohne Flüssigkeit kann ein Mensch gerade einmal zwei Tage überleben.

Wieviel Wasser gibt es auf der Erde und gibt es noch natürliche Quellen?

Unsere Erde ist heute zu ca. 70 Prozent von Wasser bedeckt, wobei das Salzwasser der Weltmeere hier mit 1,3 Milliarden Kubikkilometer die größte Fläche einnimmt. Im Gegensatz dazu nehmen Süßgewässer nur ca. 3,5 Prozent der Oberfläche ein. Süßwasser findet sich zum größten Teil in Form von Eis an den Polen und Gletschern, in unserem Grundwasser und nur zu einem relativ geringen Teil in Fließgewässern, Seen und der Atmosphäre. Trinkwasser ist davon jedoch nur ein Bruchteil.

Natürlich Quellen sind überall auf der Welt noch zu finden. Meist sind es nur kleine Rinnsale oder Bäche, die direkt aus dem Felsen entspringen, Hochgebirgsseen wie etwa der Lac de Cremont auf Korsika oder unterirdisch verlaufende, oft auch heiße Quellen oder Thermalwasser wie zum Beispiel die “Blaue Lagune” in der Nähe der isländischen Stadt Grindavik.

Trinkwasserversorgung, Kläranlagen und Abwassersysteme.

Eigentlich sollte Trinkwasser für alle Menschen frei zugänglich sein – Wasser ist das sogenannte menschliche Lebenselixier. Doch über ein Drittel der Menschheit vor allem in Schwellen- und Entwicklungsländern hat keinen Zugang zu sauberem Wasser. Die Folgen davon sind verheerend – Krankheiten, Seuchen und täglich viele Todesopfer, wovon die meisten noch Kinder sind.

Ein wesentlicher Faktor ist zudem nicht zu unterschätzen: Süßwasser wird nicht nur für die Versorgung von Menschen, Tieren und Pflanzen genutzt, sondern der Großteil fließt in die Produktion von Gütern ein.

Klär- und Wasseraufbereitungsanlagen, die umweltfreundlich ausgestattet sind, finden sich fast nur in führenden Industriestaaten. Dennoch ist es wichtig, darauf zu achten, was alles in den Wasserkreislauf gelangt. Z.B. können Schwermetalle und Chemikalien, die über den Boden in das Grundwasser gelangen, oft nicht komplett herausgefiltert werden und uns krank machen.

Wird das frei zugängliche und trinkbare Wasser irgendwann zu Ende gehen?

Leider werden die weltweiten Wasserreserven durch die extensive Nutzung von Süßwasser und die Abschmelzung der Pole zunehmend geringer. Zudem gibt es die Diskussionen und Abkommen zur Privatisierung von Wasser. Hier ist es wichtig, die Interessenslage kritisch zu hinterfragen und mit offenen Augen das aktuelle Geschehen zu beobachten.

 

Willkommenskultur und Abschiebung! Was jetzt?

Nachdem die spontane Willkommenskultur des Jahres 2015 auch genauso schnell wieder verschwunden ist, sind die vielen fremden Menschen immer noch da und außerdem ist Bundestagswahlkampf. Eine sehr ungute Gemengelage.

Dabei fing alles so gut an. Zügeweise verstörte und erschöpfte Menschen kamen in München an. Spontane und sehr beeindruckende Hilfsbereitschaft signalisierte den Fremden, dass sie in ihrem erstrebten Reiseziel willkommen sind. Bald würden das Haus, das Auto und der Familiennachzug erreicht sein und ein neues Leben könnte beginnen. Die Emotionen waren auf beiden Seiten groß. Auf deutscher Seite eher ein Happening, dessen Folgen nicht wichtig waren. Emotionale Unterhaltung der Sonderklasse – und bald ging man ja auch weitestgehend zur Tagesordnung über.

Der große Rechtsruck

Monatelang wurde nur über ein Thema berichtet: der Flüchtlingszuzug und was alles passierte. Zunächst große Gefühle, dann große Bedenken – schließlich der große Rechtsruck. Hatte doch keiner daran gedacht, dass sich schon genügend Benachteiligte in Deutschland ungerecht behandelt fühlten und nun kaum noch eine öffentliche Rolle spielten. Um diese anscheinend nicht erwartbare Wendung einzufangen, reagieren die etablierten Parteien wie immer: Sie änderten ihre vorher noch sachlichen Arbeitsweisen in taktische Vorwahlkampfaktivitäten. Und drehten die Story der Willkommenskultur in eine Kultur der Abschiebung, Bedrohung und Verweigerung. Nur auf lokaler Ebene gibt es glücklicherweise Ausnahmen.

Anderthalb Jahre später sind bei weitem nicht alle Asylanträge abgeschlossen. Und wenn es Ablehnungen gibt, dann gehen die wiederum unendlichen Klageverfahren los. Wartestation für mehrere 100.000 Menschen, die nichts anderes wollen, als ihre Familien menschenwürdig durchs Leben bringen. Aber das können sie nicht. Arbeitgeber, die sich bereit erklärt hatten, Menschen mit fremder Herkunft und nicht standardisierter Ausbildung eine Chance auf eine angemessene Arbeit zu geben, sind höchst verunsichert, ob ihre Investition in die Integration von Geflüchteten nicht als Ausfall zu verbuchen ist. Nicht weil sie mit der gelieferten Arbeit nicht zufrieden gewesen wären. Nein, weil Behörden scheinbar willkürlich solche Arbeitsverhältnisse platzen lassen. Abschiebungen werden spontan durchgeführt. Da hilft es nichts, wenn man schon mal integriert ist. Beispiele davon gehen durch die Presse.

„Good Will“ ist aufgebraucht

Diese Aktionen verbrennen die Bereitschaft der Unternehmen sich mit dieser sozialen Aufgabe zu beschäftigen. Denn die Integration ist nicht mal so eben leistbar. Sie erfordert eine erhebliche Anstrengung auf allen Seiten:

  • Arbeitgeber müssen sich auf neue Mitarbeiter einlassen, die nicht den gängigen Auswahlkriterien entsprechen.
  • Stamm-Mitarbeiter werden mit in die Verantwortung genommen, denn sie leisten die tägliche Einarbeitung und soziale Einbeziehung.
  • Geflüchtete lernen einen komplett neuen, viel stärker geregelten Arbeitsalltag, der sich mit ihren Erfahrungen in einem oftmals schon langen Arbeitsleben nicht decht.
  • Familien der Geflüchteten müssen auf die Strukturen der bisherigen sozialen Familien-Einbindung total verzichten und organisieren sich neu.

Der Status Quo entmündigt und löst keine Probleme.

Geflüchtete Menschen haben oft schon lange Berufserfahrungen, besonders in handwerklichen Gewerken. Dafür gibt es keine meistens Nachweise außerhalb des praktischen Könnens. In unserem festgefügten, mit Sicherungssystemen versehenen Arbeitssystem können diese erfahrenen Arbeiter lediglich zu Hilfsarbeiten herangezogen werden. Eine Nachschulung und Anerkennung können erst dann erfolgen, wenn ein ausreichendes Sprachniveau erreicht ist. Doch Spracherwerb dauert seine Zeit. Vor allem in den jeweiligen Fachsprachen. Und wie lange soll das alles dauern? Fachkräftemangel beseitigt man so nicht.

Akademiker in manchen Fachbereichen erleben einen völligen Absturz. Alles Wissen, das an die lokalen Gegebenheiten und Ausbildungs-Systeme gebunden ist, z.B.: Jura, Medizin, Steuerrecht, ist kaum übertragbar. Eine Umschulung würde große universitäre Anstrengungen erfordern. Dazu haben wir weder genügend Platz noch Fördermöglichkeiten.

Schon unsere einheimischen Arbeitnehmer ab 50 Jahren klagen über schlechte Chancen am Arbeitsmarkt. Ein über 45 jähriger ausländischer Familienvater, der aufgrund seiner bisherigen Ausbildung und Berufserfahrung mit Recht die Führungsrolle in der Familie innehatte, wird unter hiesigen Umständen völlig entehrt. Kein Job, keine Anerkennung, keine Familienachtung.

Wie können wir Integration trotzdem schaffen? Hat das sogar Vorteile?

Wenn wir ein gelingendes Zusammenleben in unserer bisher ausgewogenen Gesellschaft erhalten wollen, dann wird uns nichts anderes übrig bleiben. Zu hohe andauernde soziale Lasten wollen wir nicht tragen. Die fortschreitende Polarisierung in der Bevölkerung ist keine Alternative zur bunten Kulturvielfalt, die doch seit Jahrzehnten in den meisten Städten gelebt wird.

Unternehmen brauchen zunächst rechtliche Sicherheit, wenn sie Geflüchtete einstellen. Unternehmen können dann die bestehenden Corporate Social Responsibility (CSR) Initiativen dazu nutzen, die Integration zu schaffen. Sie ändern die bisherigen Standards der Bewerber-Auswahl und nehmen vom Raster der bisherigen Profile Abstand. Dadurch gibt es Platz und Bedarf an erweiterten Kenntnissen und Fähigkeiten, die in einer globalisierten Welt nützlich sind. Die Erfahrungen der neuen Kollegen können helfen, den Tellerrand zu erweitern und neue Absatzmärkte zu verstehen.

Es gibt alle notwendigen Teile des Puzzles. Es ist zu schaffen!

Und bei der Vermittlung zwischen Arbeitgeber und zugewanderten Arbeitnehmern helfen die aktuell neu gegründeten Social Entrepreneurs, die die Verbindung herstellen können. Sie sind auch diejenigen, die die Geflüchteten beraten und auf dem Weg in den Jobmarkt begleiten. Andere Fachleute können die Unternehmen bei der interkulturellen Integration in den Teams begleiten. Es ist für alle anstrengend. Aber es ist zu machen. Und es ist eine sinnvolle Investition in unsere gesellschaftliche und wirtschaftliche Zukunft.

 

Die Autorin Martina Reichl ist Netzwerkpartnerin und engagiert sich auf verschiedenen Ebenen im bürgerschaftlichen Ehrenamt. Sie kennt Migranten mit unterschiedlichem Hintergrund. Bei IN VIA München e.V. erteilt sie Nachhilfe für Schüler und Berufsschüler, die als unbegleitete Flüchtlinge in München ankamen. Über das Sozialreferat der Stadt München engagiert sie sich als Familienpatin und im Helferkreis Gräfelfing arbeitet Sie als Jobpatin und Coach für Jobpaten. Im Rahmen von AMIGA, einer weiteren Initiative der Stadt München hat sie durch gezieltes Coaching einem europäischen Migranten den Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt ermöglicht. Ihre Motivation ist es, Menschen zu helfen. Darüber hinaus sammelt sie erweiterte praktische Erfahrungen, die sie in ihrer Coaching-Arbeit mit Führungskräften umsetzt.

 

Wie viele Stunden haben wir die letzte Nacht eigentlich geschlafen? Die meisten Erwachsenen schlafen täglich unter der Woche deutlich weniger als acht Stunden. Dies kann ganz unterschiedliche Gründe haben: von der (Schicht)Arbeit über Schlafstörungen bis hin zu einem viel zu vollgestopften Freizeitprogramm kann alles dabei sein.

Egal, welche Ursache für den Schlafmangel verantwortlich ist: Auf Dauer wirkt sich Schlafmangel negativ auf uns auf. Schlaf ist ein wesentlicher Faktor für unsere Gesundheit, unser Wohlempfinden und unsere Produktivität.

Was passiert mit unserem Körper bzw. unserem Gehirn während wir schlafen?

Wenn es abends dunkel wird und es Zeit ist ins Bett zu gehen, „weiß“ der Körper durch das erhöhte Melatonin im Blut, dass er nun zur Ruhe kommen kann. Nach dem Einschlafen wird die Herzfrequenz schwächer und Blutdruck und Körpertemperatur sinken. Auch die Atmung wird flacher und regelmäßig und die Muskeln entspannen sich zunehmend. Der Mensch durchläuft abwechselnd während der Nacht die Tiefschlaf- oder sogenannte NON-REM-Phase und die Traum- oder REM-Phase. Nach der Einschlafphase sinken sowohl Körper als auch Bewusstsein erst in den Tiefschlaf und dann in die erste REM-Phase (Rapid Eye Movement). Würde man den Schlafenden beobachten, würde man sehen, dass dessen Augäpfel sich unter den Lidern hin und her bewegen. Die Atmung wird unregelmäßig und die Herzfrequenz kann steigen. Während die erste REM-Phase nur etwa zehn Minuten dauert bevor sie in die nächste NON-REM-Phase übergeht, dauert die Letzte ungefähr eine ganze Stunde.

Auch unsere Sinne funktionieren die ganze Nacht über und alarmieren uns, sobald extrem starke oder sehr ungewohnte Reize zu uns durchdringen. Dafür zuständig ist der Thalamus, der die eingehenden Reize filtert, damit sie ab einer bestimmten Intensität ins Bewusstsein dringen und uns aufwecken.

Während der Nacht sinkt außerdem der Spiegel des Stresshormons Kortisol, bevor er in den Morgenstunden wieder langsam ansteigt. Auch das Hormon Renin wird ausgeschüttet, welches die Nierenfunktion steuert. Besonders wichtig sind die Wachstumshormone: Gewebe wird repariert, Körperzellen regenerieren sich, das Knochenwachstum und der Muskelaufbau werden angeregt. Gerade die beiden letzten Aspekte sind besonders wichtig für Kinder.

Was zu weniger oder schlechter Schlaf auslösen kann

Schlafentzug kann sich nicht nur kurzfristig, sondern auch langfristig sowohl auf körperlicher als auch auf geistiger oder seelischer Ebene zeigen. Menschen, die eine oder zwei Nächte schlecht geschlafen haben, haben oft Konzentrationsstörungen und eine sinkende Leistungsfähigkeit über den Tag. Falls der Schlafmangel anhält werden Gereiztheit, Launenhaftigkeit und im schlimmsten Fall – vor allem bei Schlaflosigkeit – Wahnvorstellungen bis hin zu Persönlichkeitsstörungen entwickelt. Doch nicht nur das; auch unser Körper reagiert extrem empfindlich auf Schlafentzug. Muskelstörungen, veränderter Herzschlag, Blutdruck- und Körpertemperaturveränderungen und Hormon- und Stoffwechselstörungen können die Folge sein, wenn der natürlich Schlaf- und Wachrhythmus auf lange Sicht gesehen gestört ist.

Wie sinnvoll sind Nachmittagsschläfchen?

Hier gehen die Meinungen auseinander. Während Babys und kleine Kinder oft einen Mittagsschlaf von bis zu drei Stunden halten, ist für die Erwachsenen ein so genannter „Powernap“ von 10-20 Minuten am sinnvollsten. Hier befindet sich derjenige nur in einem leichten Dämmerzustand und kann abschalten, um neue Energie zu tanken. Schon nach 30 Minuten beginnt die tiefere Schlafphase, aus der das Aufwachen oft mühsam ist und den weiteren Tagesverlauf beeinträchtigen kann.

Warum träumen wir?

Oft kann man sich nicht erinnern, geträumt zu haben. Doch jeder Mensch träumt, auch wenn er sich am nächsten Tag nicht daran erinnern kann. Es wird davon ausgegangen, dass unser Gehirn während des Schlafens Geschehnisse des Tages oder auch der letzten Tage verarbeitet. Auch Dinge, die wir gelernt haben, werden im Gehirn verfestigt. Neue Informationen mischen sich also mit alten, bereits vorhandenen und werden als neues Gesamtbild abgespeichert. Auch neu gemachte Erfahrungen – besonders auf emotionaler Ebene – werden mit alten Erinnerungen an Emotionen vermischt. Themen, die den Schlafenden beschäftigen, werden bearbeitet, die Kreativität gefördert und eventuell können auch einige Probleme im Schlaf gelöst werden. Nicht umsonst existiert der Spruch: „Ich schlaf mal noch ´ne Nacht drüber.“

Im Sommer oder bei warmen Temperaturen schlafen wir schlechter!

Gerade im Sommer schlafen wir häufig schlechter, da unser Gehirn auf den Tag- und Nachtrhythmus eingestellt ist und daher auch auf Helligkeit und Dunkelheit. Im Sommer bleibt man gerne länger wach um den Abend zu genießen und wer sein Schlafzimmer nicht richtig abdunkeln kann, der wird zwischen fünf und sechs Uhr in der Früh durch die ersten Sonnenstrahlen geweckt. An besonders heißen Tagen staut sich auch die Hitze in den Räumen, was für unser Kreislaufsystem belastend ist.

Entgegenwirken kann man dem schlechten Schlaf im Sommer mit einer lauwarmen Dusche vor dem zu Bett gehen. Eiskalt sollte man nicht duschen, da sich hier die Gefäße verengen und die Wärmeregulation des Körpers gestört wird.

Die Selbstheilungskräfte aktivieren – diese Bestrebung begleitet die Menschheit schon sehr, sehr lange.

Bereits antike Ärzte wie Hippokrates haben bei Kranken das Lebensumfeld und die psychische Verfassung des Menschen mit in ihre Therapie einbezogen – denn je nach aktueller Situation war ein Patient mehr oder weniger in der Lage, mit Hilfe seiner Selbstheilungskräfte zu einer guten Genesung beizutragen.

Spätestens im Mittelalter, als die heilige Hildegard von Bingen oder Paracelsus ihre Patienten in einer Weise, die man heutzutage ganzheitlich nennen würde, heilten, war klar: bei der Genesung spielen neben der Medikation und medizinischen Maßnahmen auch noch andere Faktoren eine Rolle.

Mittlerweile hat sich der Begriff der Selbstheilungskräfte zu dem Ausdruck „der innere Arzt“ gewandelt. Doch was ist eigentlich damit genau gemeint?

Besonders gut lassen sich die Selbstheilungskräfte anhand von leichten Blessuren veranschaulichen. Bei einer kleinen Schnittwunde hört innerhalb von kurzer Zeit die Blutung auf und der Körper repariert den entstandenen Schaden meist in wenigen Tagen von selbst. Er verfügt also über Mechanismen, sich selbst zu heilen. Auch bei größeren Aktionen wie einem Knochenbruch lässt der Körper die Teilstücke wieder zusammen wachsen. Die Aufgabe und Leistung des Arztes besteht natürlich in der Reponierung des Bruches, d.h., die Knochenstücke so zu platzieren, dass der Knochen wieder gerader zusammenwächst. Natürlich ist bei schweren Erkrankungen wie einem Blinddarmdurchbruch, einem Herzinfarkt und auch bei chronischen Leiden wie Diabetes medizinische Hilfe unabdingbar.

Doch auch hier tragen die Lebensumstände, die Konstitution und die innere Einstellung dazu bei, wie die Rekonvaleszenz verläuft. Jemand, der ständig gestresst ist (oder auch gestresst sein will) hat häufiger eine längere und schwierigere Genesungsdauer vor sich. Ist der Mensch jedoch bereit, aus der aktuellen Situation das Beste zu machen und positiv nach vorn zu blicken, verläuft die Heilung meist viel schneller.

Hierzu sind nicht nur Emotionen, die sich eher schwierig steuern lassen, sondern viel kognitive Kompetenz gefragt: Das Gehirn registriert sofort, wenn Schmerzen auftreten oder ein Krankheitsgefühl entsteht. Da das Gehirn den Körper möglichst intakt halten will, setzt es Mechanismen ein, die den Heilungsprozess in Gang setzen. Wenn sich der Mensch nun also nicht ängstlich verkrampft, sondern sich selber zutraut, mit der Situation gut umzugehen, kann auch der Körper seine Heilungsarbeit leisten.

In diesem Sinne: trauen Sie sich und Ihrem Körper zu, selber gut für sich zu sorgen – aber achten Sie auch auf die Grenzen. Denn bei ernsthaften Erkrankungen bedarf es medizinischer Hilfe, die aber auch dann besser wirken kann, wenn „der innere Arzt“ seinen Beitrag dazu leistet.

Zucker – wie schädlich ist er wirklich?

Ja, wir hören es immer wieder: Zucker ist ungesund. Zucker macht krank. Zucker macht süchtig.

Zucker findet sich mittlerweile in nahezu allen verarbeiteten Lebensmitteln in irgendeiner Form. Entweder als reiner Haushaltszucker, Fructose, Glukosesirup, Maltose oder andere Süße.

Doch Zucker enthält keinerlei Nährstoffe, Vitamine oder Mineralien, sondern nur Kalorien. Außerdem sättigt Zucker nicht, besonders in flüssiger Form wie etwa in Soft- oder Elektrolytgetränken. Es werden also nur leere Kalorien konsumiert.

Doch sind alle diese negativen Aussagen gerechtfertigt? Wie ist Zucker überhaupt zu definieren und wo kommt der Zucker eigentlich her?

Der bekannteste Zucker ist der weiße Haushaltszucker, chemisch auch als Saccharose bezeichnet. Bestimmte grüne Pflanzen sind die Träger der Saccharose, da sie diese durch Photosynthese automatisch herstellen und als Energie für ihr Wachstum nutzen. Das Zuckerrohr aus Südamerika, Afrika, Australien und Asien oder auch die Zuckerrübe aus Europa können mehr als das – sie speichern die Saccharose. Und hier kommt die industrielle Zuckergewinnung ins Spiel. Die Zuckerrübe soll die weltweit am meisten für die Zuckerproduktion verwertete Pflanze sein.

Zucker galt viele Jahrhunderte als absolutes Luxusgut und musste importiert werden, weshalb sich diesen damals also nur das wohlhabende Volk leisten konnte. Erst im 19. Jahrhundert entwickelte sich durch die erste Zuckerrübenfabrik ein stetig wachsender, für alle Menschen preislich erschwinglicher „Zuckermarkt“.

Nachfolgend eine kleine Übersicht allgemein bekannter Zuckermythen und deren Aufklärung:

1. Zucker macht süchtig

Forscher an der James Cook Universität entdeckten 2007 durch mehrere Studien, dass kokainabhängige Mäuse Zuckerwasser als Belohnung dem Kokain vorzogen. Der intensive so genannte Zuckerrausch kann in einem Menschen eine so heftige Sucht und den Drang auslösen, immer wieder etwas Süßes essen zu wollen.

2. Zucker macht dick und krank.

Eine hohe Dosis an Zucker verlangt der Leber einiges ab. Eine größere Menge an Zuckeraufnahme treibt den Blutzuckerspiegel nach oben und dieser fällt auch schnell wieder. Ein immer wiederkehrender Heißhunger auf Süßes ist die Folge. Zucker wird zudem vom Körper als Fett eingespeichert, um Blutzucker- und Insulinspiegel zu stabilisieren. Zucker in geringen Mengen ist für den Körper kein Problem. Täglicher Zuckerkonsum kann sich aber eventuell irgendwann als hartnäckiger Bauchspeck zeigen. Auch Diabetes Typ 2 und einige Herzkrankheiten können von einer durch Zucker ausgelösten Fettleibigkeit herrühren. Auch das Immunsystem speziell von Kindern kann unter konstantem Zuckerkonsum leiden.

Doch nicht nur viel Zucker allein schadet der Gesundheit. Die Kombination mit künstlichen Geschmacksstoffen, Konservierungsmitteln und anderen schädlichen Stoffen zum Beispiel in Fertiggerichten, ist sehr ungünstig.

3. Zucker ruiniert die Zähne Bereits vor 100 Jahren schon machte ein amerikanischer Zahnarzt eine für ihn schockierende Entdeckung. Der Zahnverfall bei seinen kleinen Patienten hatte enorm zugenommen. Er reiste zu vielen verschiedenen Völkern, welche fernab vom landwirtschaftlichen Fortschritt und der industrialisierten Gesellschaft lebten, um dort den Zahnverfall zu studieren und zu vergleichen. Er fand nichts Besorgniserregendes -  selbst bei Menschen, die ihre Zähne nicht putzten.

Im Mund gibt es eine bestimmte Art von Bakterien, welche sich ausschließlich von Zucker ernähren und so das Auftreten von Karies fördern.

4. Zucker ist schädlich für die Haut Jeder wünscht sich eine jugendlich strahlende, vitale und frische Haut. Eine Studie am Leiden University Medical Center von 2011 entdeckte eine Verbindung zwischen dem Blutzuckerspiegel und gesunder, jugendlicher Haut. Der Entstehung von Falten, Pickeln und Hautalterung kann durch den aktiven Verzicht oder zumindest der Reduzierung von Zuckerkonsum vorgebeugt werden.

5. Wir essen zu viel Zucker Laut Empfehlungen der WHO (Weltgesundheitsorganisation) sollten nicht mehr als sechs Teelöffel, also 24 Gramm, pro Tag verzehrt werden. Ein Becher Fruchtjoghurt zum Beispiel enthält – je nach Sorte – allein schon 26 Gramm Zucker. In Deutschland wurden im Jahr 2016 durchschnittlich pro Kopf über 40kg Zucker gegessen. Das ist in etwa 100g pro Tag, also vier Mal so viel wie empfohlen.

6.Zuckerentzugserscheinungen sind real Zucker veranlasst den Körper, Opioide und Dopamin freizusetzen. Er hat also einen direkten Einfluss auf unser Gehirn und unseren Körper. Der plötzliche Wegfall von Zuckern kann ernstzunehmende Entzugserscheinungen auslösen, welchen manche Menschen einfach nicht gewachsen sind. Der „kalte Entzug“ kann starke Kopfschmerzen, erhöhte Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Stimmungsschwankungen hervorrufen. Das Hormon Insulin, welches ausgeschüttet wird, um einen übermäßigen Zuckerkonsum auszugleichen, kann wiederum andere Hormone im Körper beeinflussen.

7. Wir denken, Zucker sei eine Belohnung Leider wird trotz des Wissens und der Erkenntnis, dass Zucker nicht gut für uns ist, immer wieder dazu gegriffen. Oft werden dem Zucker auch eine „heilende“ Wirkung gegen negative Gefühle und ein Belohnungsgedanke zugesprochen. Das mag auch sein und es ist okay, sich auch mal ein Stück Schokolade oder ein Eis zu gönnen. Am Ende ist die tägliche Menge entscheidend.

Welche verschiedenen Zuckerarten gibt es denn eigentlich? Diese Info gibt es hier auf unserer Facebookseite!

Sie sind oft unscheinbar, doch werden Sie seit Jahrhunderten zu Heilzwecken erfolgreich eingesetzt. Heimische Heilpflanzen wachsen nahezu vor unserer Haustür. Und dies ist auch genau einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren: die Wirksamkeit dieser Pflanzen beruht, neben den vielfältigen Inhaltsstoffen, auch darauf, dass sie in unserem Klima und Bodenverhältnissen ihre Kräfte optimal entfalten können. Zudem kann unser Organismus die Wirkstoffe von heimischen Pflanzen oft besser aufnehmen als von Pflanzen, die auf anderen Kontinenten wachsen.

Die Liste der lokalen Heilpflanzen ist lang – und immer wieder werden in Vergessenheit geratene Pflanzen mit aufgenommen. Interessant ist oft die Geschichte der Namensgebung – sie sagt viel über die Heilpflanze aus. Anbei ein kleiner Überblick über einige der wichtigsten heimischen Heilpflanzen und ihre Hintergründe:

 

Achillea millefolium – Schafgarbe

Schon seit der Antike wird die Schafgarbe (Achillea millefolium) als Heilmittel geschätzt, heilkundlich in erster Linie zur Blutstillung. Laut griechischer Mythologie hat sogar Achilles (nach ihm wurde auch die „Achillesferse“ benannt) die Schafgarbe angewendet: Seine Kämpfer, die beim Angriff auf Troja verletzt wurden, soll er mit Schafgarbenkraut geheilt haben. Daraus stammen der lateinische Name „Achillea“ sowie die volkstümliche Bezeichnung „Achilleskraut“.

Der deutsche Name „Schafgarbe“ trägt die zweite heilende Wirkung: die wohltuende Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt wurde bereits vor Jahrhunderten bei Schafen beobachtet, die bei Krankheit auf den Weiden gezielt das Kraut gesucht und gefressen haben.

Auch heute noch wird die Schafgarbe erfolgreich zur Blutstillung und bei Magen-Darm-Problemen eingesetzt.

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Betulae folium – Birkenblätter

Birkenblätter haben in der Heilkunde eine lange Tradition. Schon in der Klostermedizin wurden die Blätter gegen Nieren- und Blasensteine, Gicht und Rheuma eingesetzt. Die moderne Phytotherapie konnte sich diesen Indikationen weitgehend anschließen. Birkenblätter werden häufig als Aquaretika eingesetzt. Damit erhöhen sie die Wassermenge im Harn, wodurch die Harnwege besser durchspült werden. Das ist sinnvoll bei Harnwegsentzündungen und -infektionen.

Das Prinzip des fließenden Wassers findet sich auch im Stamm der Birke wieder. Bereits im Mittelalter wurden Birken im Frühjahr angebohrt und das daraus reichlich fließende Birkenwasser getrunken. Auch dieses Tradition wurde wiederentdeckt: mittlerweile wird Birkenwasser schon in Bioläden in Flaschen verkauft.

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Centaurium erythraea – Tausendgüldenkraut

Das Tausendgüldenkraut galt einst als ganz besonders wertvolle Arzneipflanze – so viel wert wie tausend Gulden! Allerdings wurde bei der deutschen Übersetzung des lateinischen Namens doch etwas übertrieben: „Centaurium“ bedeutet eigentlich nur „hundert Goldstücke“. Heute wird das Enziangewächs zwar nicht mehr in Gold aufgewogen, liefert aber noch einige geschätzte Wirkstoffe.

Da das Tausendgüldenkraut viele Bitterstoffe enthält, wird es bevorzugt bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt. Ebenso findet es Anwendung bei Erkrankungen der Harnwege.

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Equisetum – Schachtelhalm/Zinnkraut

Der Schachtelhalm (auch Ackerschachtelhalm, da er gern an Ackerrändern wächst) ist eine der ältesten Pflanzen der Erde und besteht seit etwa 390 Millionen Jahren. Den Namen Schachtelhalm verdankt er seinem Äußeren: die einzelnen Abschnitte der Stängel wirken wie ineinander verschachtelt. Der Begriff Zinnkraut, der ebenfalls geläufig ist, lässt sich auf zwei Hintergründe zurückführen. Zum einen wurde mit dem etwas kratzigen Kraut gern Metall wie Zinn poliert, zum anderen ist die Festigkeit von Zinn mit der Wirkung assoziiert. Schachtelhalm enthält viel Silizium, also Kieselsäure. Aufgrund des Kieselsäuregehalts wirkt das Kraut zusammenziehend (adstringierend). Es festigt das Bindegewebe und regt den Stoffwechsel der Haut an. Schon Pfarrer Sebastian Kneipp empfahl jedem, der über vierzig Jahre alt sei, täglich eine Tasse Schachtelhalmtee zu trinken, damit die Gefäße stark und das Bindegewebe straff bleibe.

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Juniperus communis – Wacholder

Die Menschen schrieben dem Wacholder früher wundertätige Wirkungen zu. So sollten die spitzen Nadelblätter böse Geister fernhalten. Daher wurde auch beim Hausbau gerne ein Wacholderzweig mit ins Fundament gegeben. In Pestzeiten sollte der Rauch von verbranntem Wacholderholz die Luft reinigen und vor Ansteckung schützen. Auch heute noch wird der Rauch von Wacholder genutzt, um Geräuchertes zu aromatisieren und ein besonderes Aroma zu verleihen.

Generell findet Wacholder bis heute vielfältige Anwendungsmöglichkeiten. Er ist als Gewürz aus der Küche nicht mehr wegzudenken – aber ebenso wichtig ist seine Qualität als Naturheilmittel.

Neben der innerlichen Anwendung gegen Krämpfe wird der Wacholder auch äußerlich angewendet: Hierzu kommt Wacholderbeeröl zum Einsatz. Es regt die Durchblutung an und lindert dadurch Muskelverspannungen und rheumatische Beschwerden.

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