Alle Jahre wieder…

Während die einen im Frühling jede freie Minute draußen verbringen und ihr Gesicht sehnsüchtig der wohligen Märzsonne entgegenstrecken, würden die anderen sich am liebsten zu Hause verkriechen. Und das jedes Jahr aufs Neue, denn: die Pollensaison hat wieder begonnen! Eine laufende Nase, rote, juckende Augen und ein insgesamt verquollenes Aussehen, begleitet von Niessattacken und Atemnot lässt so manchem den Frühling zur Qual werden. Doch was kann man tun gegen den jedes Jahr pünktlich zum ersten Pollenflug einsetzenden Heuschnupfen? Eine oft schnell Linderung verschaffende Möglichkeit sind klassische Arzneimittel, die freiverkäuflich angeboten werden. In der Regel enthalten diese Mittel Antihistaminika. Histamine sind körpereigene Stoffe, die bei allergischen Reaktionen freigesetzt werden. Diese Mittel unterdrücken entsprechend die Abwehrreaktion, weshalb auch Müdigkeit eine Nebenwirkung dieser Präparate sein kann. Die überschießende Reaktion des Körpers gegen Pollen, Gräser, Blüten & co bleibt jedoch bestehen, lediglich die Abwehrreaktion wird eingedämmt. Eine weitere gängige Maßnahme ist die so genannte

Einklang von Körper, Geist & Seele

Der Einklang von Körper, Geist und Seele ist eine der wichtigsten Säulen der ganzheitlichen Gesundheit.  Heike Gross, Heilpraktikerin, Yogalehrein und langjährige Partnerin im Netzwerk für Gesundheit, wendet in ihrer Heilpraxis verschiedene Methoden an, um Menschen diesem Einklang wieder näher zu bringen. Wir haben mit ihr gesprochen und interessante Einblicke in ihre Tätigkeit und bevorstehende Projekte bekommen. Sie sind sowohl Heilpraktikerin als auch Yogalehrerin – gibt es da eine Verbindung? Beide Bereiche können erst mal ganz unabhängig voneinander betrachtet werden. Als Heilpraktikerin und als Yogalehrerin kann ich auf ganz unterschiedliche Weisen den Menschen helfen, wieder in Ihre eigene Kraft zu kommen, sich zu spüren und letztendlich körperlich und seelisch gesund zu werden. Die Kombination ermöglicht es mir, den Menschen ganzheitlich zu behandeln und ihn leichter und schneller in seine Kraft führen, als es nur mit Yoga oder nur mit Heilpraktik möglich wäre. Ich bin davon überzeugt, dass erst die Vielfalt und

Warum Phytotherapie?

Phytotherapie (aus dem Griechischen „Phyto“ = Pflanze) ist die Lehre der Heilpflanzen, die als Arzneimittel eingesetzt werden. Die Anfänge der Phytotherapie – oder auch Pflanzenheilkunde – reichen weit in die Geschichte zurück und sind eng mit Namen wie Hippokrates (um 460 – 370 v.Chr.) und Hildegard von Bingen (1098 – 1179) verknüpft. Auch andere Kulturen wissen schon seit Jahrtausenden um die Linderung und Heilung von Krankheiten mit pflanzlichen Wirkstoffen. Die wohl bekanntesten Richtungen der Pflanzenheilkunde außerhalb Europas sind die traditionelle chinesische Medizin (TCM) und die indische Heilkunst Ayurveda. Doch was macht die Phytotherapie so besonders? Ein wesentlicher Aspekt ist die Gesamtheit der Inhaltsstoffe. Die Heilpflanzen entfalten im Zusammenspiel unterschiedlicher Inhaltsstoffe ihre Heilkraft. Diese Stoffe lassen sich zu bestimmten Gruppen wie z.B. Flavonoide (sekundäre Pflanzenstoffe), Bitterstoffe, Vitamine, Mineralstoffe und ätherische Öle zusammenfassen. Ebenfalls beachtlich ist die Fülle der verwendeten Pflanzenteile. Neben Blüten, Blättern und Samen werden auch Rinden und Wurzeln verarbeitet.

Blase entzündet

Ständig muss man zur Toilette, aber dann kommen nur ein paar Tropfen. Früher oder später brennt es höllisch und eventuell ist sogar Blut im Urin: Nach Expertenschätzungen erkrankt jede zweite Frau mindestens einmal im Leben an einer Blasenentzündung, nicht wenige sogar mehrmals in einem Jahr. Diese Infektion der unteren Harnwege – die Ärzte sprechen auch von Zystitis – wird durch Bakterien ausgelöst, die Erreger stammen meist aus dem Darm und gelangen durch die Harnröhre in die Blase. Eine Blasenentzündung lässt sich gut behandeln: In der Regel ist sie zwar lästig, aber harmlos. Wird sie jedoch verschleppt und steigt in die Nieren auf, verbreiten sich von hier aus die Bakterien über den Blutkreislauf im ganzen Organismus. Im Extremfall droht sogar eine lebensgefährliche Blutvergiftung. Risikofaktoren Dass die Blasenentzündung ein typisches Frauenproblem ist, hat seine Ursache in der kurzen Harnröhre der Frau – circa 4 cm im Gegensatz zu 20 bis 25 cm

Feng Shui – Wohnen im Einklang

Feng Shui ist die Lehre von der gegenseitigen Beeinflussung und Harmonisierung von Menschen und ihrer Umgebung. Der Name setzt sich aus den chinesischen Begriffen für Wind (Feng) und Wasser (Shui) zusammen. Seine Ursprünge reichen über 3000 Jahre in die chinesische Kulturgeschichte zurück. Die Aufgabe des Feng Shui ist es, in jedem Umfeld eine harmonische Verbindung zwischen dem Menschen und seiner Umgebung zu schaffen. Eine der tragenden Säulen in der Feng Shui Praxis sind die fünf Elemente. Diese fünf Elemente sind z.B. auch in der TCM, der traditionellen chinesischen Medizin, von großer Bedeutung. Im ostasiatischen Raum – und vor allem in China – ist Feng Shui bis heute ein wichtiger Bestandteil des Alltags. In China gehört die Konsultation eines Feng Shui Meisters wie selbstverständlich beim Hausbau und der Wahl der Inneneinrichtung dazu. Auch außerhalb Asiens ist Feng Shui in den letzten Jahren immer bekannter geworden. Wichtig ist hier, dass die kulturellen

Objekt der Begierde

„Wie Lockendrehen auf einer Glatze“ bezeichnet Dr. Ulrich Placzek aus dem Ganzheitlichen Frauenarzt-Zentrum München die Bemühungen der Befürworter des inzwischen immer mehr umstrittenen Mammografie-Screenings, die Ergebnisse dieses höchst umstrittenen Projekts der Öffentlichkeit als erfolgreich zu verkaufen. Ohne den verbindlichen Vorgaben der Europäischen Leitlinien zu genügen wird in Deutschland an einem immens teuren Programm festgehalten, dessen Sinn in einem erneuten Artikel von Dr. Placzek im „Frauenarzt“ kritisch hinterfragt wird. Viele Jahre hat er selbst mammografiert, hat am Screening-Programm teilgenommen und sieht seine schon vor Beginn des Programms vorgetragenen Kritikpunkte nach 10 Jahren Mammografie-Screening in vollem Umfang bestätigt.* Der Verharmlosung von Überdiagnosen für gesunde Frauen als Folge des Screenings wird widersprochen, ebenso werden die Folgen von Übertherapien bei Frauen aufgezeigt, die vermutlich nie in ihrem Leben von einer schlummernden Krankheit erfahren hätten: Operative Behandlungen mit ggf. folgenden Nachbehandlungen wie Chemo- oder Strahlentherapie und jahrelanger Medikamenteneinnahme – alles meist mit erheblichen Nebenwirkungen –

Die Pharmaindustrie ist schlimmer als die Mafia

Die SZ lässt bekanntlich keine Gelegenheit aus, das Gesundheitswesen und seine „Täter“ zu kritisieren. Für den Patienten wird es zunehmend schwierig, sich vertrauensvoll an einen Therapeuten zu wenden. Wo steht Profitgier und Abzocke im Vordergrund, wo geht es tatsächlich um das Wohl der Menschen, die zu uns kommen? Die Süddeutsche.de vom 05.02.2015 lässt einen dänischen Kritiker der Pharmaindustrie zu Wort kommen, der früher selbst für die Arzneimittelhersteller gearbeitet hatte und dann ins Lager der Kritiker gewechselt ist: http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/kritik-an-arzneimittelherstellern-die-pharmaindustrie-ist-schlimmer-als-die-mafia-1.2267631 Der Schulmedizin haben wir viel zu verdanken und man sollte sie nicht verteufeln, wir dürfen uns aber auch nicht blind auf alles verlassen, was uns erzählt und in Studien „nachgewiesen“ wird. Im Netzwerk für Gesundheit arbeiten die Therapeuten auf dem Boden einer soliden Schulmedizin, hinterfragen sie aber im Einzelfall kritisch und ergänzen sie durch ganzheitliche Methoden – immer individuell auf den Einzelfall abgestimmt. Prävention, also das Verhindern von körperlichen und seelischen Krankheiten,

Alu-Brezn: Lieber zum Bäcker als zur Impfung?

Ob Aluminium in der Nahrung, in Deos oder Impfungen schädlich ist, wird zunehmend diskutiert. Es gibt zumindest ernstzunehmende Hinweise und Untersuchungen, die das nahelegen. Unser Netzwerkpartner, der Münchner Kinderarzt Dr. Martin Hirte, zugleich Homöopath und Allergologe, berät die Eltern seiner kleinen Patienten sehr individuell, wenn es um die vielen von der STIKO empfohlenen Impfungen von Säuglingen und Kleinkindern geht. In seinem Artikel über das Nervengift Aluminium in Impfstoffen wird klar, warum man den Verzehr von belasteten Brezn nicht mit Impfungen vergleichen kann: Nur ein Bruchteil des über die Nahrung aufgenommenen Aluminiums wird über den Darm ins Blut aufgenommen – und dennoch vermutet man in der täglichen Aluminiumaufnahme durch die Nahrung eine Ursache für schwerwiegende Krankheiten. Bei einer Impfung injiziert man den Wirkungsverstärker Aluminiumhydroxid jedoch zu 100%. Grenzwertüberschreitungen wie in dem bayerischen Nationalgericht werden zu Recht sehr ernst genommen, mögliche Impfschäden durch Aluminium aber leider ignoriert. Zum leidigen Thema Grippe-Impfung, das

Ein Plädoyer für den Darm

Ob Tomate, Torte oder Tablette: Alles läuft durch ihn hindurch. Im Laufe eines durchschnittlichen Lebens verarbeitet unser Darm gigantische 30 Tonnen fester und 50.000 Liter flüssiger Stoffe. Doch er ist nicht nur für das gutes Bauchgefühl zuständig: Er beeinflusst auch unser Immunsystem. Er versorgt uns mit Energie. Er unterstützt das Gehirn. Und er hält uns mit einer Armee aus Bakterien gesund. Doch trotz dieser unglaublichen Leistung bekommt der Darm oft nicht die Beachtung, die er verdient hat. Vielmehr ist es uns häufig unangenehm, über ihn zu sprechen. Stattdessen aber ist sein Einfluss auf unsere Gesundheit und unsere Psyche nicht zu verachten. Ein Plädoyer für den Allrounder im Stillen: 1. Das Reich der Mitte Unser Darm ist rund 8 Meter lang mit einer Fläche, die 100mal so groß ist wie unsere Haut. Dabei besteht er aus 10hoch14 Bakterien, die überaus nützlich sind. Jeder von uns trägt eine ganz individuelle Mischung davon

REIKI – Heilende Hände

Reiki, Ree-ki gesprochen, ist eine jahrtausende alte Heilkunst; ihre Ursprünge liegen im alten Tibet und in Indien. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde sie in Japan von dem Mönch Mikao Usui wieder entdeckt und angewendet. Der Begriff selbst bedeutet „universelle Lebensenergie“ und setzt sich aus zwei Teilen, den beiden japanischen Schriftzeichen REI und KI zusammen. Die Silbe „Rei“ beschreibt den universalen, unbegrenzten Aspekt der Lebensenergie. „Ki“ ist ein Teil des Rei, es ist die vitale Lebenskraft, die durch alles Lebendige fließt. Auch in anderen Kulturen ist diese Energie bekannt: bei den Indern als „Prana“, die Chinesen nennen sie „Chi“. Aus der asiatischen Heilkunst ist bekannt, dass die Energie, Ki, ungehindert fließen muss, um beschwerdefrei zu leben. Der Mensch besteht nicht nur aus dem physischen Körper, sondern auch aus Seele und Geist. Alle drei Bereiche sind untereinander verbunden und müssen im Gleichgewicht sein. Für den Japaner Mikao Usui bedeutete Heilen deshalb,

STREIT UM DIE WEIBLICHE BRUST

Seit mehr als drei Jahrzehnten gibt es eine weltweit kontrovers geführte Diskussion um die Vor- und Nachteile des Mammografie-Screenings. Dr. Ulrich Placzek aus dem Ganzheitlichen Frauenarzt-Zentrum München veröffentlichte im „Frauenarzt“ einen kritischen Artikel, in dem er sich mit dem tatsächlichen Nutzen eines immens teuren „Gesundheitsprogramms“ in Deutschland auseinandersetzt. Mammografie-Screening ineffektiv oder zukunftsfähig

Stress

Stress begleitet unser heutiges Leben auf Schritt und Tritt: Doppelbelastungen bei Müttern, der Erfolgsdruck im Berufsleben, die Erwartungen selbst an Schüler – die Folge ist nicht selten ein Burnout, fast schon eine Volkskrankheit. Dabei ist das Phänomen Stress ein noch recht junges: Den Begriff prägte der österreichisch-kanadische Mediziner Hans Selye erst in den 1930er Jahren. Wie so oft gibt es zwei Seiten der Medaille: Stress in seiner positiven Form, sogenannter Eustress, motiviert uns enorm und ermöglicht uns Höchstleistungen – ohne jedoch uns zu schaden. Negativer Stress, Disstress, allerdings macht uns krank: extreme Stresssituationen oder Dauerbelastungen, die den Körper in einem permanenten Anspannungs- und Aktivierungszustand halten, rauben ihm die Kraft. Wird keine Entwarnung gegeben und Erholung gewährt, kann (der) er die Stresshormone nicht abbauen. Irgendwann sind schließlich die Energiereserven selbst des fittesten Körpers ausgeschöpft, die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit sinkt kontinuierlich. Unser Körper signalisiert Erschöpfung, fordert Ruhe und Entspannung ein – und

An jedem Zahn hängt ein ganzer Mensch (W. Busch)

Dass kaputte Zähne den ganzen Körper schädigen können, ist inzwischen allgemein bekannt. Aber ein Zahnarzt, der danach fragt, ob seine Patienten häufig unter unerklärlicher Müdigkeit oder Erkältungskrankheiten leiden? Das ist trotzdem eher die Ausnahme als die Regel. Nur etwa 1.500 der rund 80.000 deutschen Zahnärzte nennen sich „ganzheitliche Zahnmediziner“, viele davon sind in einem eigenen Verband, der GZM (Intern. Gesellschaft für Ganzheitliche Zahnheilkunde) oder in der DEGUZ (Dt. Gesellschaft für Umwelt ZahnMedizin) organisiert. Dr. Lechner, langjähriges Vorstandsmitglied der GZM, ist einer von Ihnen: in seiner Ganzheitlichen Praxisklinik in München wird der Focus auf die ständige Wechselbeziehung zwischen Zähnen und Körper gelegt. Wir haben ihm ein paar Fragen zu seinen Erkenntnissen und Erfahrungen gestellt. Herr Dr. Lechner: Warum legen Sie in Ihrer Praxis den Schwerpunkt auf die Ganzheitliche Zahnmedizin? Wilhelm Buschs klugen Spruch sollte man beherzigen und Zähnen mit mehr Achtsamkeit behandeln: denn jeder Eingriff am Zahn kann sich auf andere Organe und

Mundgeruch

Manche Menschen verschlagen einem regelrecht den Atem… leider ist daran allerdings häufig ein unangenehmer Mundgeruch schuld – und der ist weit verbreitet. Ursachen für schlechten Atem, also Halitose oder Halitosis, gibt es viele: in den meisten Fällen sind Mikroben dafür verantwortlich, die zu Billionen in unserem Mund siedeln. Diese Bakterien zersetzen die Speisereste zwischen den Zähnen. Die dabei entstehenden flüchtigen Schwefelverbindungen riechen leider sehr unangenehm. Im Idealfall spült unser Speichel diesen Biofilm weg und verhindert so Mundgeruch. Empfehlenswert ist deshalb auch, die Zähne und auch die Zwischenräume, evtl. sogar die Zunge nach dem Essen zu reinigen. Solch gründliche Mundhygiene beugt zudem auch Karies und Parodontose vor – die übrigens ebenfalls Mundgeruch verursacht. Mundgeruch hat aber natürlich auch sehr viel mit unseren Essgewohnheiten zu tun: Wer stark würzt, viel Zwiebeln oder Lauch in jeglicher Form verwendet, der hat nun mal einen strengen Atem. Aber auch deftiger Käse wirkt sich auf den

Migräne

Manchmal pirscht sich der Schmerz vom Hinterkopf heran, manchmal zieht er von den Schläfen herauf. Jede Bewegung verursacht Schmerzen, die von Minute zu Minute zunehmen, bis sie praktisch unerträglich sind. Die Betroffenen leiden dazu noch unter Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Den meisten hilft dann nur noch absolute Ruhe in dunklen Räumen. Migräneattacken – in Deutschland leiden ca. 9 Millionen Menschen unter ihnen, davon 75 % Frauen – sind mehr als nur unerträgliche Kopfschmerzen. Vielmehr zählt Migräne zu einer der häufigsten chronischen Krankheiten: Sie ist eine ernsthafte neurologische Störung: die Veranlagung dazu tragen die Betroffenen in ihren Genen. Ihr Gehirn reagiert viel intensiver auf äußere Reize. Wenn dann noch bestimmt Auslöser, sogenannte Trigger, dazu kommen, gerät das Gehirn völlig aus dem Tritt. Ein Migräneattacke verläuft in vier Phasen. In der Prodromalphase kündigt sie sich bis zu zwei Tage vorher an mit Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen, Müdigkeit und Heißhunger. Manche haben in dieser Phase

Der Klapperstorch am Galgen

Schwangere in den Großstädten kennen das Problem schon lange: die Suche nach einer Hebamme gerät häufig zum Glückspiel. Denn immer mehr Geburtshelferinnen haben sich in den letzten Jahren aus ihrem Job verabschiedet: 2012 hängte dem Hebammenverband zufolge bereits jede 10. ihren Beruf an den Nagel. Im Sommer 2014 nun droht das endgültige Aus dieses Berufstandes: Die Nürnberger Versicherung, eine der letzten Haftpflichtversicherer für Hebammen, hat ihren Rückzug aus diesem Geschäftszweig angekündigt. Somit bleibt nur noch eine Versicherung, die das Berufsrisiko einer Hebamme versichert: der Entwicklung des Versicherungsbeitrags sind dann keine Grenzen mehr gesetzt – eine Prämie, die sich viele der Geburtshelferinnen bereits jetzt schon fast nicht mehr leisten können. Da Hebammen ohne eine Berufshaftpflicht jedoch nicht arbeiten dürfen, kommt der Rückzug der Nürnberger einem Berufsverbot gleich. Für eine werdende Mutter ist es kaum vorstellbar, ohne die kompetente – medizinische, praktische und emotionale – Hilfe dieser Frauen ihr Kind zur Welt

Heuschnupfen

Der Winter ist noch nicht überstanden, und doch beginnt sie schon wieder: die Heuschnupfensaison. Vor allem Hasel- und Erlenpollen sind dieses Jahr sehr früh unterwegs, meldet die Europäische Stiftung für Allergieforschung (ECARF) in Berlin. Die Experten warnen für 2014 besonders vor den Pollen der Birken, die im zwei-Jahres-Zyklus verstärkt aktiv sind; ihr Flug beginnt meist Mitte März. Jeder Vierte in Deutschland ist mittlerweise von Heuschnupfen betroffen, Tendenz steigend. Allergieforscher befürchten, dass bis zum Jahr 2040 jeder zweite Europäer an einer Allergie leiden wird – also mit Schnupfen, Hautausschlag oder Atemnot auf Pollen, Hausstaub oder Lebensmittel reagiert. Welchen Weg eine Allergie im Einzelfall nimmt kann niemand vorhersagen. Allergien treten in jedem Alter auf und können sich jederzeit verschlimmern: aus einem Heuschnupfen kann dann chronisches Asthma werden. Und unter Umständen entstehen Kreuzallergien: dann verträgt zum Beispiel ein Birkenallergiker plötzlich auch keine Äpfel oder Pfirsiche mehr. Dennoch wird die Allergie immer noch bagatellisiert.

Dr. med. Cyrus Sami

Ganzheitliche, möglichst naturheilkundliche Behandlungsverfahren, gekoppelt mit modernsten Untersuchungsmethoden – in der Praxis von Dr. Cyrus Sami steht der Patient und seine Bedürfnisse im Mittelpunkt. Der Facharzt für Allgemeinmedizin ist auf Sportmedizin und Kindersportmedizin spezialisiert. Denn Bewegung ist für den Münchner ein zentraler Schlüssel für körperliches und seelisches Wohlbefinden und damit für die Gesundheit. Die Therapieansätze in seiner Praxis sind nicht-operativer Art: Verletzungen, Gelenksbeschwerden einschließlich Arthrose sowie Wirbelsäulenbeschwerden werden konservativ und mit einem großen Repertoire an sanften Behandlungsmethoden behandelt. Durch ihren besonders individuellen Ansatz sind ganzheitliche Heilmethoden sehr innovativ und wirken teilweise ebenso schnell wie die Schulmedizin. Ihr entscheidender Vorteil: sie haben kaum Nebenwirkungen zur Folge. Wenn eine Kombination mit einem schulmedizinischen Verfahren dem Patienten zugute kommt, wird es zur Unterstützung der Heilung eingesetzt. Gesunderhalt und Stärkung der Selbstheilungskräfte haben dabei aber immer Vorrang. Der sportmedizinischen Praxis angeschlossen ist eine Physiotherapieabteilung, die durch ihre enge Zusammenarbeit die Behandlungsqualität zusätzlich verbessert. Dr.

Kinesiologie

Eine angespannte Situation, sie müssen sich konzentrieren und kneten dabei ihr Ohrläppchen – nur ein Tick? Oder vielmehr eine kinesiologische Übung, das sogennante „Ohrenreiben“: eine von vielen einfachen Körperübungen, die beide Gehirnhälften aktiviert, um Stress zu reduzieren und zum Beispiel eine bessere Leistungsfähigkeit zu erreichen. Die Angewandte Kinesiologie, die „Lehre von der Bewegung“ ist eine ganzheitliche Methode. Sie betrachtet den Menschen als Einheit aus Struktur – die Sehnen, Muskeln, Knochen, Gelenke – Stoffwechsel und Psyche. Wenn diese drei Komponenten harmonisch und im Lot sind, fließt die Lebensenergie frei durch den Körper. Bei Stress jedoch wird dieser Fluss blockiert und Beschwerden oder sogar Krankheiten können entstehen: Rückenbeschwerden, Spannungskopfschmerz, Verdauungsstörungen, Allergien und Schlafstörungen, oder auch Lernblockaden bei Kindern. Anfang der 1960er Jahre erkannte der amerikanische Chiropraktiker Dr. George Goodheart, daß die Organe und die Energiebahnen, die Meridiane, mit jeweils ganz bestimmten Muskeln in Verbindung stehen. Daraus entwickelte er ein alternativmedizinisches Therapieverfahren, mit

Xucker

Zucker, das „weiße Gold“ des Mittelalters, wird häufig als Ursache für schwer zu diagnostizierende Krankheitsbilder ausgemacht: Müdigkeit, Depressionen und Antriebslosigkeit sind Symptome, die durch zu hohen Zuckerkonsum entstehen können. Ganz zu schweigen von den meist unerwünschten Kalorien. Die tägliche Zuckermenge ist dem Konsumenten häufig gar nicht bewusst: versteckt hinter Bezeichnungen wie Invertzuckersirup, Glukosesirup, Isoglucose, Fructose, Maissirup und Dextrose ist Zucker fast überall zu finden. Selbst vermeintlich gesunde Nahrungsmittel wie Joghurt, Kompott, Saucen etc. erhöhen unsere tägliche Zuckerlast. Abhilfe verspricht hier der Xucker, auch bekannt als Xylit und Xylitol. Dieser Ersatzstoff verfügt über die gleiche Süßkraft wie gewöhnlicher Zucker, enthält aber im Vergleich dazu 40 % weniger Kalorien. Dazu besitzt er, nach Angaben der Hersteller, noch weitere Vorteile: indem er den Speichelfluss fördert, hemmt er die Entstehung von Karies und remineralisiert die Zähne. Und da er den Blutzuckerspiegel kaum erhöht, löst er – anders als Zucker und auch Weißmehl und Alkohol